bedeckt München 18°
vgwortpixel

Neue Messergebnisse:Neue Messungen: Münchens Luft verbessert sich

Feinstaub-Grenzwerte - Stau in Stuttgart

Stau in Stuttgart ARCHIV - 22.01.2019, Baden-Württemberg, Stuttgart: Autos stauen sich während dem ersten Feinstaubalarm im Jahr 2019 auf einer Straße. (Zu dpa 'Viele Städte überschreiten Stickoxid-Grenzwert auch 2018') Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

(Foto: dpa)
  • Seit Jahresbeginn 2018 sind die Stickstoffdioxid-Werte an den städtischen Stationen stetig gesunken.
  • Die Durchschnittswerte der ersten sechs Monate halten die EU-Grenzwerte ein.
  • Trotzdem ist an mehreren Stellen in München die Luftbelastung deutlich höher als die Vorgaben aus Brüssel erlauben.

Es geht abwärts, und das findet Münchens Umweltreferentin Stephanie Jacobs auch gut so. Seit Beginn der Messungen zu Jahresbeginn 2018 sind die Stickstoffdioxid-Werte an den städtischen Stationen stetig gesunken - eine Entwicklung, die sich auch im ersten Halbjahr 2019 fortgesetzt hat. 32 der inzwischen 44 kommunalen, über die ganze Stadt verteilten "Passivsammler" befinden sich im Durchschnitt der ersten sechs Monate im grünen Bereich, halten also die EU-Grenzwerte ein. Wobei man sagen muss, dass die nun vorliegenden Zahlen nur ein Zwischenergebnis sind, der Grenzwert von 40 Mikrogramm per Kubikmeter Luft bezieht sich auf das Mittel aus zwölf Monaten.

Verkehr in München Warum die Münchner Luft deutlich besser ist als gedacht
Stickoxidmessung

Warum die Münchner Luft deutlich besser ist als gedacht

Die Stadt hatte Anfang 2018 eigene Messstationen aufgestellt, um im Streit um die Luftqualität eine breitere Faktenbasis zu bekommen. Für Oberbürgermeister Reiter sind Fahrverbote nun erledigt.   Von Nina Bovensiepen und Dominik Hutter

Nach wie vor aber ist an mehreren Stellen die Belastung deutlich höher als Brüssel erlaubt. Erkleckliche Überschreitungen gibt es nach wie vor am Mittleren Ring - mit 56 Mikrogramm an der Tegernseer Landstraße und 55 an der Chiemgaustraße. 2018, allerdings aufs gesamte Jahr gerechnet, lagen diese Zahlen noch ein wenig höher, bei 57 und 58 Mikrogramm nämlich. Streng genommen fällt auch die Landshuter Allee mit zumeist noch höheren Messergebnissen in die höchste Stinker-Kategorie - sie taucht aber in der am Dienstag vom Umweltreferat veröffentlichten Statistik nicht auf, weil es sich um eine Messstelle des Landesamts für Umwelt handelt.

Ebenfalls bedenklich hoch ist die Luftbelastung an der Paul-Heyse-Straße (55 Mikrogramm, im Vorjahr gab es noch keine Messung) und an der Humboldtstraße (50). Im Bereich zwischen 40 und 50 Mikrogramm, in dem nach Festlegung der Bundesregierung Fahrverbote unverhältnismäßig wären, befinden sich die Frauen- (46) und Fraunhoferstraße (45), der Stachus kommt auf 44. Es folgen: Plinganser- und Steinsdorfstraße (jeweils 42). An der Tegernseer Landstraße wird noch an einer weiteren Stelle gemessen, weitab der Verkehrslawine am Mittleren Ring. Auf Höhe Ostfriedhof liegt die Belastung bei 47 Mikrogramm. Jacobs sieht die Ergebnisse als Ansporn, bei den Bemühungen um bessere Luft nicht nachzulassen.