Das Paradies beginnt erst jenseits der Münchner Stadtgrenze. In Straßlach-Dingharting zum Beispiel: idyllisch gelegen, bekannt für hohe Lebensqualität, weitläufige Natur und exklusive Wohnanlagen. Mit diesen Lobeshymnen auf die kleine Gemeinde mit zehn Ortsteilen und etwas mehr als 3500 Einwohnern versucht ein Büro-Vermieter, Firmen anzulocken, die eine „renommierte Geschäftsadresse“ bräuchten. Ein „virtuelles Büro“, das gleichwohl Seriosität und Exklusivität vermittle. Und das vor allem einen „enormen Steuervorteil“ biete. Denn der Gewerbesteuerhebesatz in Straßlach-Dingharting beträgt nur 250 Prozent. Im Gegensatz dazu muss München mit einem fast doppelt so hohen Steuersatz von 490 Prozent für Unternehmen eigentlich die Hölle sein.
Vorstoß der RathauskoalitionMünchen will Steueroasen im Umland trockenlegen
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Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen gehen hart gegen mutmaßliche Briefkastenfirmen vor. Doch in Bayern tut sich in dieser Frage bislang wenig. Jetzt soll Münchens Oberbürgermeister Krause Druck machen.
Von Klaus Ott
