München heute:Schule bricht Unterricht ab / Stadt nimmt mehr Steuern ein / Wie man Zivilcourage zeigt

Denkmal für Dominik Brunner am S-Bahnhof Solln, 2019

Ein Denkmal des Künstlers Stefan Rottmeier erinnert an Dominik Brunner am S-Bahnhof in Solln.

(Foto: Robert Haas)

Nachrichten und Lesenswertes aus der Stadt.

Von Joachim Mölter

Die italienische Journalistin und Schriftstellerin Franca Magnani hat einmal geschrieben: "Je mehr Menschen mit Zivilcourage ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen." Dieser Satz ist quasi das Motto des Vereins "Zivilcourage für alle". Er hat ihn jedenfalls auf seine Homepage übernommen, man findet ihn da gleich auf der Startseite, wenn man sie ein wenig hinunterscrollt. Weil ein bundesweites Netzwerk den 19. September, also den kommenden Sonntag, zum Tag der Zivilcourage ausgerufen hat, wirbt der Münchner Verein gerade verstärkt für sein Anliegen - dabei ist es vollkommen zeitlos.

Zivilcourage ist das ganze Jahr über gefragt, jede Woche, jeden Tag. Aber es ist offensichtlich nötig, die Menschen gelegentlich zu erinnern, was genau unter dem Begriff Zivilcourage zu verstehen ist und dass sie sich keineswegs in Lebensgefahr begeben müssen, um diesen Bürgermut zu zeigen. Der fängt jedenfalls nicht erst an, wenn eine wie auch immer geartete Auseinandersetzung schon auf der letzten Eskalationsstufe angelangt ist. Bis dahin sind einige Stufen zu überwinden, auf denen man einschreiten kann, um Schlimmeres oder gar das Schlimmste zu verhindern.

Niedrigschwellig nennt man dieses Niveau des Engagements. "Zwischen Feig-sein und Held-sein gibt's eine große Spanne", weiß der Künstler und Lokalpolitiker Roland Hefter, der sich neuerdings als Schirmherr des Vereins engagiert und extra für den Tag der Zivilcourage ein fröhliches Lied komponiert hat. Zu hören gibt's das ab Sonntag auf dem Facebook-Kanal des Vereins. Es sind auch ein paar Verhaltenstipps dabei, die den Leuten die Angst davor nehmen sollen sich einzumischen: "A bisserl mehra schaun und si a bisserl mehra traun." Dafür muss man wahrlich kein Held sein.

DER TAG IN MÜNCHEN

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