Münchner Stadtwerke:Jeden Freitag einen Brief

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Was ihm durch den Kopf geht: Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Albrecht schreibt in der Pandemie jeden Freitag Briefe an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - über Rosen und Sauerteig, Musik und Bücher, und über den Krieg. (Foto: Stephan Rumpf)

Als die Pandemie kam und er alle ins Home-Office schicken musste, setzte Stadtwerke-Geschäftsführer Werner Albrecht sich hin und schrieb einen Brief an seine 700 Mitarbeiter. Seitdem schreibt er ihnen jede Woche. Über persönliche Zeilen in unpersönlichen Zeiten.

Von Julia Schriever, München

Einmal im Jahr probiert Werner Albrecht aus, wie es wäre, wenn er einen ganz anderen Job hätte. Wenn er im Fahrerhäuschen einer U-Bahn, im Stromkraftwerk oder im Schwimmbad arbeiten würde. Wenn er zwar bei den Stadtwerken München wäre, aber nicht der Chef. Einmal hat er Fahrkarten in der U-Bahn kontrolliert. Kaum hatte er angefangen, drohte ein Schwarzfahrer ihm Prügel an. Da überlegte Werner Albrecht kurz, ob er wieder in sein schönes Büro mit Blick über die Stadt fahren soll. Er haute am Ende nicht ab, sondern machte die ganze Schicht mit. Er will ja wissen, wie es seinen Leuten geht.

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