Plakate Münchner Stadtrat verbietet sexistische Werbung

In München sind Plakate mit sexistischer Werbung nicht mehr erlaubt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Einstimmig hat er beschlossen, dass alle Plakate, die "gegen die guten Sitten oder die Menschenwürde verstoßen", künftig entfernt werden müssen.

Die Stadt geht gegen sexistische Werbung auf städtischen Plakatflächen vor. Künftig sollen alle Anzeigen, die "gegen die guten Sitten oder die Menschenwürde verstoßen", verboten werden. Der Stadtrat beschloss am Mittwoch einstimmig, dass das Referat für Arbeit und Wirtschaft eine entsprechende Klausel in Verträge einbaut. Das gilt auch für Flächen, die die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vermietet.

Sollten trotzdem sexistische Plakate zu sehen sein, müssen diese innerhalb von zwei Tagen entfernt werden. Bei strittigen Fällen sollen das Direktorium der Stadt und die Gleichstellungsstelle beraten. Die Grünen setzten sich vergebens für eine Watchgroup, also ein Überwachungsgremium, ein. Diesem fehle es an rechtlichen Möglichkeiten und auch an ausreichend vielen Fällen, erklärten die Gegner. Die ÖDP scheiterte mit dem Anliegen, angelehnt an das Jugendschutzgesetz auch Werbung für Tabak und hochprozentigen Alkohol auf den Plakaten zu verbieten.

Stockholm verbietet sexistische Werbung

Der Stadtrat ist sich größtenteils einig, dass Plakatwände im öffentlichen Raum keine Vorurteile bedienen sollen. Stockholm ist nicht die erste Stadt, in der ein solches Verbot umgesetzt wird. mehr... jetzt