AbfallentsorgungStadt plant neue Müllverbrennungsanlage

Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Nord in Unterföhring soll eine effizientere Müllverbrennungsanlage den bisherigen Block 3 ersetzen. Auch Block 1 könnte mittelfristig stillgelegt werden.
Auf dem Gelände des Heizkraftwerks Nord in Unterföhring soll eine effizientere Müllverbrennungsanlage den bisherigen Block 3 ersetzen. Auch Block 1 könnte mittelfristig stillgelegt werden. (Foto: Alessandra Schellnegger)

2035 soll auf dem Gelände des Heizkraftwerks Nord in Unterföhring eine neue Abfallanlage in Betrieb gehen. Die bisherige gehört zu den ältesten in Deutschland.

Von Bernd Kastner

München soll eine neue Müllverbrennungsanlage bekommen, sie soll auf dem Gelände des Heizkraftwerks Nord in Unterföhring gebaut werden und 2035 in Betrieb gehen. Das hat der Kommunalausschuss des Stadtrats am Donnerstag beschlossen. An dem Standort gibt es bislang zwei Müllverbrennungsanlagen, Block 1 und Block 3. Block 3 sei seit 1983 in Betrieb und damit einer der ältesten Deutschlands, so das Kommunalreferat. In zehn Jahren soll er stillgelegt werden. Maximal 300 000 Tonnen Abfall hat er pro Jahr in Strom und Wärme umgewandelt, die neue Anlage soll bis zu 450 000 Tonnen verbrennen.

„Mittelfristig“ könnte dann Block 1 mit einer Kapazität von rund 450 000 Tonnen stillgelegt werden. Vorausgesetzt, so eine Sprecherin des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWM), dass die Abfallmenge in München wie geplant zurückgehe. Denn mit der Stilllegung würde die Gesamtkapazität der Müllverbrennung deutlich sinken. Grünen-Stadtrat Christian Smolka mahnt den AWM, mehr zu tun, um durch bessere Trennung den Müll zu verringern. Es lande immer noch viel zu viel Biomüll in den grauen Tonnen: „Die bisherigen Kampagnen des AWM fruchten offensichtlich nicht, wir brauchen neue Denkansätze.“

Die Klimawirkung der neuen Anlage sei positiv: Das durch Neubau und Abriss freigesetzte Kohlendioxid spiele in der Gesamtbetrachtung der über Jahrzehnte laufenden Anlage kaum eine Rolle. Maßgeblich sei, dass sie aus derselben Menge Müll deutlich mehr Strom und Wärme gewinnen werde. Für die Planung der neuen Anlage hat der Stadtrat 59 Millionen Euro bewilligt, starten könnte der Bau 2029.

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