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Jüdisches Leben in München:Schwierige Heimat

Hauptsynagoge in München, 1911

Die alte Synagoge in der Herzog-Max-Straße, von Karlsplatz und Lenbachplatz aus gesehen. Sie wurde 1887 eingeweiht.

(Foto: Knorr+Hirth/Süddeutsche Zeitung Photo)

Deutschland feiert Jubiläum: Vor 1700 Jahren lebten nachweislich bereits Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Sie prägten auch München - immer wiederkehrenden Anfeindungen zum Trotz.

Von Wolfgang Görl

Nicht mehr als ein einzelner Name steigt hoch aus tiefer Vergangenheit, ansonsten gibt es nichts, keine noch so verwitterte Spur, die zu brauchbaren Erkenntnissen führen würde. Was wir wissen: Abraham hieß er. So steht es in einer Urkunde, die im Jahr 1229 in Regensburg ausgestellt wurde. Als Zeuge wird darin ein "Abraham de Municha" genannt, also ein Abraham aus München. Offenkundig - der Name verrät es - ist er Jude. Wie alt er ist, ob er schon lange in München lebt, ob er Familie hat, welchen Beruf er ausübt - das alles liegt im Dunklen.

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