Sonnenstraße:Tödlicher Verkehrsunfall am Stachus - Sperrung aufgehoben

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Sonnenstraße: Der Unfall hat sich auf Höhe des Karlsplatzes an der Ecke zur Sonnenstraße ereignet.

Der Unfall hat sich auf Höhe des Karlsplatzes an der Ecke zur Sonnenstraße ereignet.

(Foto: Robert Haas)

Beim Abbiegemanöver eines Lastwagens wird eine 59-jährige Radfahrerin getötet. Die Sonnenstraße ist inzwischen wieder freigegeben für den Verkehr.

Von Anita Naujokat und Tom Soyer

Am Stachus hat sich am Montagmorgen um 4.40 Uhr ein tödlicher Verkehrsunfall ereignet, bei dem eine 59-jährige Radfahrerin auf dem Weg zur Arbeit von einem Lastwagen getötet wurde. Die Sonnenstraße war wegen der umfangreichen Unfallaufnahme in nördlicher Fahrtrichtung - das ist die Richtung vom Sendlinger Tor zum Stachus - komplett gesperrt. Erst nach Stunden wurde die Sperrung gegen 9 Uhr wieder aufgehoben.

Der Unfall ereignete sich laut Polizei auf Höhe des Karlsplatzes an der Ecke zur Sonnenstraße, als ein 38-jähriger Lastwagen-Fahrer, der Waren angeliefert hatte, die Fußgängerzone am Karlsplatz zwischen der südlichen Gebäudefassade und einem U-Bahnabgang nahe dem Obletter verließ und in die Sonnenstraße in Richtung Lenbachplatz in die Fahrbahn einbog. Dabei übersah der Fahrer des 7,5-Tonners in der Dunkelheit offenbar die Radlerin, die in Fahrtrichtung vom Stachus zum Sendlinger Tor - also verbotenerweise in falscher Richtung - auf dem Radweg fuhr.

Die Radfahrerin sei zunächst mit der rechten Fahrzeugfront des Lkw kollidiert, dann gestürzt und unter den fahrenden Lkw geraten, der sie überrollte, teilte die Polizei mit. Sie wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb.

Die Sonnenstraße war stundenlang komplett gesperrt

Ein Kindernotarzt-Team, das wegen eines anderen Einsatzes auf der Sonnenstraße unterwegs war, sei direkt zur Unfallstelle gekommen, um Hilfe zu leisten, so die Feuerwehr. Weitere Einsatzkräfte kümmerten sich um den traumatisierten Lastwagenfahrer und alarmierten das Kriseninterventionsteam zur Betreuung. Selbst ein Radfahrer-Helm wäre bei der Art der Verletzungen nicht lebensrettend gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Verkehrspolizei und ein Gutachter waren am Unfallort, der Gutachter ließ über der gesperrten Zone zur Unfallaufnahme eine Drohne fliegen. Die Polizei hatte Autofahrerinnen und -fahrern wegen der stundenlangen Totalsperrung in einer Fahrtrichtung geraten, schon am Sendlinger Tor entweder in die Lindwurmstraße oder in den Oberanger auszuweichen, um ein Verkehrschaos im Berufsverkehr zu vermeiden.

Dennoch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Zeugen des Unfallhergangs werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Telefon 089/62 16-33 22, in Verbindung zu setzen.

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