Mehr als ein Vierteljahr nach einer Vergewaltigung am Stachus hat eine Öffentlichkeitsfahndung nach den mutmaßlichen Tätern nun offenbar zum Erfolg geführt. Einer der Gesuchten meldete sich am Montagabend bei der Polizei, wie diese mitteilt. Es handelt sich demnach um einen 17-Jährigen, der im Landkreis Freising wohnt. Im Anschluss habe dann auch die zweite gesuchte Person identifiziert werden können: ein 15-Jähriger, der im Landkreis München wohne.
Die beiden jungen Männer hatten ihr späteres Opfer, eine 17-Jährige, wohnhaft südlich von München, am 30. Mai gegen 22 Uhr am Stachusbrunnen getroffen. Nach einiger Zeit folgte ihnen die junge Frau in eine nahegelegene Tiefgarage. Dort wurde sie der Polizei zufolge von beiden vergewaltigt. Sie zeigte die Tat am nächsten Tag an.
Weil andere Fahndungsansätze – Zivilfahnder am Stachus, DNA-Abklärung – erfolglos blieben, fahndete die Polizei öffentlich nach den Verdächtigen. Am Montag veröffentlichte sie Überwachungskamera-Bilder der beiden jungen Männer und bat etwaige Zeugen, sich zu melden.
Die zwei nun identifizierten Männer wurden mittlerweile wieder von der Polizei entlassen. Es habe keine rechtliche Grundlage für einen Untersuchungshaftbefehl gegeben.

