Versuchtes Tötungsdelikt am StachusMann will Streit unter Jugendlichen schlichten – sie treten ihn bis zur Bewusstlosigkeit

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Der Angriff ereignete sich am frühen Sonntagmorgen im Zwischengeschoss des Stachus (Archivbild).
Der Angriff ereignete sich am frühen Sonntagmorgen im Zwischengeschoss des Stachus (Archivbild). Stephan Rumpf

Erst als der 41-Jährige schwer verletzt am Boden liegt, lassen die Täter von ihm ab. Die Polizei kann zwei Verdächtige festnehmen und ermittelt wegen versuchter Tötung.

Von Joachim Mölter

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In der Münchner Innenstadt ist es am frühen Sonntagmorgen zu einer schweren Körperverletzung gekommen. Zwei Teenager malträtierten am Stachus einen 41-Jährigen derart heftig mit Schlägen und Tritten, dass dieser ohnmächtig am Boden liegenblieb. Der Mann wurde mit mehreren Verletzungen am Kopf und am Oberkörper ins Krankenhaus gebracht, unter anderem erlitt er einen Kieferbruch. Lebensgefahr habe nach Angaben der Polizei vom Montag aber nicht bestanden.

Nach eingehender Bewertung des Sachverhalts hat die Mordkommission der Münchner Kriminalpolizei Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts übernommen. Die beiden Tatverdächtigen waren noch im Rahmen einer Sofortfahndung festgenommen worden.

Die Tat hatte sich um kurz nach sechs Uhr im Zwischengeschoss des Stachus ereignet, am Abgang zur S-Bahn. Dort waren ein 18- und ein 19-Jähriger aus dem Landkreis München zunächst mit einer Gruppe von mehreren Personen in Streit geraten, wobei zumindest ein Mitglied dieser Gruppe auch geschlagen wurde. Als der zufällig anwesende 41-Jährige versuchte, den Streit zu schlichten, richteten sich der 18- und der 19-Jährige gegen ihn. Sie schlugen und traten auf den Mann ein, selbst dann noch, als dieser bereits zu Boden gegangen war. Erst als sich ihr Opfer nicht mehr rührte, ließen sie von ihm ab und flüchteten.

Beamte der Bundespolizei nahmen die Tatverdächtigen wenig später am S-Bahnhof Feldmoching fest. Die beiden jungen Männer sind bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten; ein Ermittlungsrichter hat am Montag Haftbefehl gegen sie erlassen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die Angaben zum Tatablauf machen können. Insbesondere der bislang unbekannte Geschädigte, der zuerst geschlagen wurde, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 089/29100 zu melden oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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