LandeskriminalamtMünchner Rüstungsbetrieb ausgekundschaftet – erneut mutmaßlicher Spion festgenommen

Der Ukrainer soll eine Münchner Rüstungsfirma ausgekundschaftet haben.
Der Ukrainer soll eine Münchner Rüstungsfirma ausgekundschaftet haben.
Lino Mirgeler/dpa

Ein 33-jähriger Ukrainer wurde in Thüringen verhaftet. Er soll einen Münchner Rüstungsbetrieb ausspioniert haben.

Von Stephan Handel

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Das Bayerische Landeskriminalamt und die thüringische Polizei haben am Sonntag in Thüringen einen 33-jährigen Ukrainer festgenommen, dem vorgeworfen wird, einen Rüstungsbetrieb in München ausspioniert zu haben.

Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte als sogenannter „Low-Level-Agent“ im Auftrag einer ausländischen Macht im Juni 2026 Aufnahmen vom Betriebsgelände des Rüstungsunternehmens angefertigt habe. Low-Level-Agenten, auch „Wegwerf-Agenten“ genannt, werden für vergleichsweise einfache Operationen eingesetzt, ihre Enttarnung wird in Kauf genommen.

Die Ermittlungen führt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft München. Sie gibt keine näheren Einzelheiten zu dem Fall bekannt, insbesondere nicht den Namen des Rüstungsunternehmens. Es wird jedoch angenommen, dass die Aufnahmen angefertigt wurden, um Sabotagehandlungen vorzubereiten.

Im Juli wurde ein 37-jähriger Mann aus Moldau wegen Spionageverdachts festgenommen. Er soll mit einer Drohne das Gelände der Firma KNDS in München-Allach ausspioniert haben, wo unter anderem der Kampfpanzer Leopard 2 produziert wird. Dem Vernehmen nach soll es sich aber im nun aktuellen Fall um ein anderes Unternehmen handeln. Der Festgenommene sitzt in einem bayerischen Gefängnis in Untersuchungshaft.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels stand, der Verdächtige habe das Unternehmen mit einer Drohne ausspioniert. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft soll er Aufnahmen gemacht haben, womit diese gemacht worden sein sollen, sagen die Ermittler jedoch nicht.

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