Missbrauch im SOS-Kinderdorf„Der Dorfleiter prügelte mich wegen schlechter Noten im Zeugnis fast zu Tode“

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In SOS-Kinderdörfern haben zahlreiche Kinder über viele Jahre hinweg Missbrauch erlebt (Symbolfoto).
In SOS-Kinderdörfern haben zahlreiche Kinder über viele Jahre hinweg Missbrauch erlebt (Symbolfoto). Annette Riedl/dpa

Immer mehr Betroffene melden sich, weil sie in SOS-Kinderdörfern missbraucht wurden. Sie bekommen bis zu 100 000 Euro für ihr Leid. Doch ist das genug? Bei manchen Opfern wächst die Wut über die Aufarbeitung.

Von Kathrin Aldenhoff und Joachim Mölter

Nein zu sagen, hat sie ihren Kindern früh beigebracht. Dass niemand sie gegen ihren Willen küssen oder anfassen darf. „Meine Kinder sollen wissen, dass sie selber über ihren Körper entscheiden. Damit niemand ihre Grenze überschreitet“, sagt Nadine Hermann, die in Wirklichkeit anders heißt. Die Namen aller Betroffenen in diesem Text wurden von der Redaktion geändert, um sie und ihre Familien zu schützen. Nadine Hermann jedenfalls hat das als Kind ganz anders erlebt: Ihre Grenzen wurden überschritten, immer wieder, über zweieinhalb Jahre hinweg.

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Im März 2013 verschleppten Assads Schergen die Schachspielerin Rania al-Abbasi, ihre vier Töchter und zwei Söhne. Das ganze Land kennt den Fall. Und er wühlt die Syrer auch deshalb so auf, weil sie sich fragen, ob die SOS-Kinderdörfer dabei eine Rolle gespielt haben.

SZ PlusVon Sonja Zekri

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