Tötungsdelikt an Münchner Schülerin:Hohe Belohnung im Fall Sonja Engelbrecht

Polizei sucht Überreste einer Vermissten

Bei einer Suche im November 2021 wurden keine weiteren Beweismittel zur vermutlich ermordeten Münchnerin Sonja Engelbrecht entdeckt.

(Foto: dpa)

Die Polizei hofft auf neue Hinweise auf das Schicksal der 1995 verschwundenen, damals 19-Jährigen - und prüft eine neue Suche. In einem Wald 100 Kilometer nördlich von München ist kürzlich ein Oberschenkelknochen der jungen Frau entdeckt worden.

Die Ermittlungen der Münchner Mordkommission im Fall der seit fast 27 Jahren verschwundenen, damals 19-jährigen Sonja Engelbrecht laufen weiter. Derzeit werde geprüft, die Suche in einem Waldgebiet bei Kipfenberg im Landkreis Eichstätt fortzuführen, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler hoffen auch auf neue Zeugenhinweise. Deswegen wurde eine Belohnung von 10 000 Euro ausgelobt, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen soll.

Im Sommer 2020 war in dem Waldgebiet ein Oberschenkelknochen der vermissten Fachoberschülerin aus Laim entdeckt worden. Im vergangenen Herbst suchte ein großes Polizeiaufgebot mit Leichenspürhunden die Gegend ab, fand aber keine weiteren Spuren.

Die junge Frau war zuletzt in der Nacht auf den 11. April 1995 an der Tramhaltestelle Stiglmaierplatz in der Maxvorstadt gesehen worden. Im Zuge der Ermittlungen war bereits eine Belohnung von damals 5000 Mark ausgesetzt worden.

Seit Freitag hängen im Bereich Kipfenberg Fahndungsplakate aus, mit denen sich die Polizei an die Bevölkerung wendet. Wer Hinweise zu möglichen Tatabläufen oder Tätern geben kann oder Relevantes beobachtet hat, wird gebeten, sich beim Polizeipräsidium München unter der Telefonnummer 089/29100 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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