Krieg zwischen Israel und IranSolidarität nach Raketenangriff auf Münchens israelische Partnerstadt

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Das Soroka Krankenhaus in Be’er Scheva wurde bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt.
Das Soroka Krankenhaus in Be’er Scheva wurde bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt. Leo Correa/AP

Nach einem Raketenangriff auf das Soroka-Krankenhaus in Be’er Scheva drückt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter seine Anteilnahme aus. Zu einer Kundgebung am Sendlinger Tor kommen 120 Menschen.

Von Linus Freymark

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Nach einem iranischen Raketenangriff auf ein Krankenhaus in Münchens israelischer Partnerstadt Be’er Scheva hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) seine Solidarität bekundet. Seine Gedanken seien bei den Verletzten, den Einsatzkräften und allen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, schrieb er in einer Nachricht an seinen Amtskollegen Ruvik Danilovich. „Die Bilder, die wir in den Nachrichten sehen, sind schrecklich“, betonte Reiter. „Wir stehen in Solidarität mit euch und hoffen auf eine schnelle Verbesserung der Situation.“ Danilovich bedankte sich für die Unterstützung aus München. „Ihr seid wahre Freunde“, schrieb er.

Bei dem Angriff auf das Soroka-Krankenhaus in Be’er Scheva sind am Donnerstagmorgen nach israelischen Angaben einige Menschen durch Glassplitter verletzt worden. Die Klinik ist mit mehr als 1000 Betten eine der größten Gesundheitseinrichtungen in Israel. Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 waren dort zahlreiche Verletzte behandelt worden. Das Soroka-Krankenhaus hat für Israel somit auch eine symbolische Bedeutung im Krieg gegen die Hamas. Bei den Konflikten im Nahen Osten werden immer wieder Kliniken unter Beschuss genommen, auch Israel attackierte bereits mehrmals Krankenhäuser im Gazastreifen.

Nach dem iranischen Angriff auf die Klinik in Be’er Scheva hat das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München (JuFo DIG München) zu einer Solidaritätskundgebung am Donnerstag am Sendlinger Tor aufgerufen. Nach Angaben der Polizei sind etwa 120 Menschen dem Aufruf gefolgt, es habe keine nennenswerten Zwischenfälle und auch keine Gegenproteste gegeben. „Es ist alles ruhig verlaufen“, so eine Polizeisprecherin. Ursprünglich war die Veranstaltung auf dem Odeonsplatz geplant, jedoch kurzfristig verlegt.

„Ein Angriff auf ein Krankenhaus ist ein Angriff auf die Zivilbevölkerung“, erklären die Organisatoren. „Dass dies ausgerechnet in Münchens Partnerstadt geschieht, betrifft uns als Münchner unmittelbar.“ Die Städtepartnerschaft zwischen Be'er Scheva und München besteht seit 2021. Das Junge Forum betont zudem seine Solidarität mit Iran. Das Regime in Teheran unterdrücke Freiheitsbewegungen im eigenen Land, während es Raketen auf israelische Städte feuere, erklärt der Verein. „Unser Protest richtet sich gegen Gewalt – ob durch Terrorgruppen oder autoritäre Regierungen.“

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