Bei einer Kundgebung in München haben sich rund 800 Menschen solidarisch mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Günther Felßner, gezeigt. Zeitgleich demonstrierte die Organisation „Animal Rebellion“ mit nach Polizeiangaben etwa 40 Aktivisten.
Der CSU-Politiker Felßner hatte am Dienstag seine Kandidatur als Bundeslandwirtschaftsminister zurückgezogen, nachdem tags zuvor Aktivisten auf seinem Hof protestiert hatten.
Er sei als BBV-Präsident Gegenwind gewohnt, sagte Felßner am Rande der Kundgebung auf dem Königsplatz. Was aber nicht gehe, sei ein „Überfall“ auf seine Familie. „Der Dialog ist der Weg. Gewalt ist die Sackgasse“, sagte er. Auf Plakaten hieß es etwa „Gegen Hass und Hetze“. Auch Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) unterstützte Felßner und nahm einem Sprecher zufolge an der Kundgebung teil.
Animal Rebellion“-Sprecherin Scarlett Treml sagte, sie wollten gegen Gewalt gegen Tiere demonstrieren, die täglich und millionenfach in Schlachthöfen und Mastanlagen stattfinde. Zudem wollten sie klarstellen, dass ihre Aktion am Montag friedlich gewesen sei.

