Sendlinger Mietkonflikt:Angst vor Entmietung im Sigi-Sommer-Haus

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Sendlinger Mietkonflikt: Ein Banner als Signal: Die Mieter des Hauses Bruderhofstraße 43/Schäftlarnstraße 92 fürchten, vertrieben zu werden.

Ein Banner als Signal: Die Mieter des Hauses Bruderhofstraße 43/Schäftlarnstraße 92 fürchten, vertrieben zu werden.

(Foto: Robert Haas)

Das Elternhaus des legendären München-Kolumnisten wird saniert: Manche zahlen dort nur wenige Euro pro Quadratmeter, sagen die neuen Eigentümer und wollen die Mieten erhöhen. Die Bewohner berichten dagegen von Einschüchterungen - und schmutzigen Tricks aus dem Werkzeugkasten der Entmietung.

Von Julian Raff

Mit dem "Sigi-Sommer-Platz" in Sendling hat der 1996 verstorbene Schriftsteller und "Blasius"-Kolumnist neben seiner Bronzestatue in der Fußgängerzone 2009 ein zweites Denkmal bekommen - genau genommen, steht direkt am Platz noch ein drittes: In Sommers Elternhaus, dem Eckbau an der Bruderhofstraße 43 und Schäftlarnstraße 92, trotzt das vom Sommer-Sigi verewigte alte München offenbar bis heute dem Unvermeidlichen. Das einfache Ambiente des Gründerzeitbaus ist würdig gealtert, die Mieten sind märchenhaft günstig, man kennt und hilft sich gegenseitig. Dass es sich um ein akut bedrohtes Idyll handelt, versteht sich fast von selbst, spätestens, seit das Haus verkauft wurde - oder wehrt sich hier nur eine kleine Gruppe gegen eine unumgängliche, Substanz erhaltende Sanierung?

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