Ein Dutzend junge Leute liegt auf dem Asphalt auf dem Münchner Odeonsplatz, scheinbar leblos, zum Teil mit aufgeschminkten Wunden im Gesicht. Über ihnen wehen die bunten Fahnen mit der stilisierten Sanduhr von "Extinction Rebellion". Andere Umweltaktivisten halten ein Transparent, auf dem sie deutlich machen, was sie für die größte Sicherheitsbedrohung halten: die Klimakrise. Die jungen Leute liegen auf dem Weg der großen Samstagsdemo gegen die Sicherheitskonferenz. Die 2000, vielleicht 3000 Demonstranten biegen auf den Platz ein. Niemand zögert, niemand bleibt stehen, Diskussionen zwischen Kriegsgegnern und Klima-Aktivisten gibt es nicht. Den Ruf "Merkel-Knechte" will jemand gehört haben.
Proteste gegen Sicherheitskonferenz:So verlief das Demo-Wochenende in München
In beiden Protestkundgebungen sollte es nicht allein um die klassische Frage von Krieg und Frieden gehen, sondern auch darum, wie die mit der fehlenden Klimagerechtigkeit zusammenhängt.
(Foto: Robert Haas)Mehrere Tausend gehen gegen die Sicherheitskonferenz auf die Straße. Ein neues Bündnis setzt mit seinem Protest aber andere Akzente als die Friedensdemonstration tags darauf.
Von Martin Bernstein

