Münchner SicherheitskonferenzIran-Demo mit  100 000 Teilnehmern angemeldet – Schah-Sohn Pahlavi kommt zur Siko

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Während der Sicherheitskonferenz wollen iranische Regimegegner eine große Kundgebung abhalten. (Archivbild aus dem Februar 2023)
Während der Sicherheitskonferenz wollen iranische Regimegegner eine große Kundgebung abhalten. (Archivbild aus dem Februar 2023) (Foto: Lorenz Mehrlich)

Am 14. Februar soll es eine große Kundgebung gegen das Regime in Iran in München geben. Auch der Sohn des gestürzten Schahs ruft zum Protest auf. Er wird außerdem als Teilnehmer bei der Münchner Sicherheitskonferenz erwartet.

Gegner der iranischen Führung wollen während der Münchner Sicherheitskonferenz 100 000 Menschen für eine Großdemonstration auf der Theresienwiese mobilisieren. Der Verein „The Munich Circle“ habe eine Kundgebung mit entsprechender Teilnehmerzahl für den 14. Februar angekündigt, teilte das Kreisverwaltungsreferat (KVR) München mit.

An der Sicherheitskonferenz wird auch der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, teilnehmen. Der 65-jährige Reza Pahlavi habe zugesagt, an dem von 13. bis 15. Februar stattfindenden Treffen von Spitzenpolitikern und Sicherheitsexperten im Hotel Bayerischer Hof teilzunehmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Veranstalterkreisen. Die iranische Regierung war vor einigen Tagen dagegen wieder ausgeladen worden. Er gilt als bekanntester und einflussreichster iranischer Oppositioneller, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA und hatte zum Protest aufgerufen.

Der Vorsitzende des Vereins „The Munich Circle“, Farhid Habibi, bestätigte gegenüber der SZ die Pläne für die Großdemonstration. Die Teilnehmer würden aus ganz Europa erwartet, neben der iranischen Diaspora unterstützten auch jüdische und ukrainische Bündnisse die Demonstration gegen das Regime in Teheran, erklärte Habibi. Die Veranstalter rechnen damit, dass sogar noch mehr als die angemeldeten 100 000 Teilnehmer in München protestieren werden. „Aufgrund der aktuellen politischen Lage in Iran ist es jetzt wichtiger denn je, ein Zeichen zu setzen“, sagte Habibi der SZ. Ziel sei, die Weltöffentlichkeit zum Handeln aufzufordern, politischen Druck aufzubauen und den Menschen im Iran zu zeigen, dass sie nicht allein seien, erklärte der Verein. Die Kundgebung ist Teil eines weltweiten Aktionstages. Neben der Veranstaltung in München finden am 14. Februar unter anderem Demonstrationen in Los Angeles und Toronto statt.

Titel der von 12 Uhr bis 17 Uhr geplanten Versammlung auf der Theresienwiese sei „Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk“, teilte die Behörde mit. Wie realistisch die Erwartung von 100 000 Teilnehmern ist, blieb laut KVR zunächst unklar – ebenso, inwieweit die Veranstalter mit Auflagen rechnen müssen. Eventuelle Auflagen würden noch geprüft, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Eine Polizeisprecherin sagte, die Beamten würden die Versammlung im Rahmen ihres Großeinsatzes zur Sicherheitskonferenz betreuen. Man sei vorbereitet – unabhängig davon, wie viele Teilnehmer dem Aufruf letztlich folgen. „Wir sind Großeinsätze ja gewohnt“, sagte eine Polizeisprecherin der SZ.

Pahlavi sprach von einem weltweiten Aktionstag gegen die Führung in Iran am 14. Februar. Zu den Forderungen zählte Pahlavi unter anderem die Freilassung sämtlicher politischer Gefangener in Iran und die Vorbereitung auf die Anerkennung einer Übergangsregierung, die das Land in Richtung Demokratie führen solle.

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