Der Stachus bleibt das Sorgenkind unter den Münchner Einkaufsstraßen. Lag der Karlsplatz in puncto Passantenzahlen vor gut zehn Jahren noch fast gleichauf mit der Kaufingerstraße, so kommt er heute nicht einmal mehr auf die Hälfte des Besucheraufkommens in der angrenzenden Fußgängerzone. Hauptgrund für diesen Einbruch seien die nach der Benko-Pleite leerstehenden Signa-Immobilien, sagt Marktforscher Stephan Kippes bei der Vorstellung des neuen Einzelhandelsreports des Immobilienverbands Deutschland Süd (IVD). Vor allem der Zulauf vom Hauptbahnhof sei „unsäglich“, was zuvorderst an dem seit 2023 verwaisten ehemaligen Karstadt-Kaufhof-Komplex liege. „Da muss man fast schon bezahlt werden, um dort langzugehen“, findet der Experte. „Und das strahlt negativ auf den Stachus aus.“
Neuer ReportWer in Münchens Einkaufsstraßen dominiert – und mit welcher Shoppingmeile es abwärts geht
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Eine Studie legt Trends, Neueröffnungen und Ladenmieten in der Fußgängerzone offen. Über einen Ort sagt ein Marktforscher: „Da muss man fast schon bezahlt werden, um dort langzugehen.“
Von Patrik Stäbler

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