Shoa-Überlebender Roman Haller über Antisemitismus„Eigentlich müsste ich längst weg sein“

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Kam als Baby von Shoa-Überlebenden nach München: Roman Haller hat ein Buch über sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit geschrieben.
Kam als Baby von Shoa-Überlebenden nach München: Roman Haller hat ein Buch über sein Aufwachsen in der Nachkriegszeit geschrieben. Stephan Rumpf

Roman Haller wurde vor 81 Jahren als jüdisches Kind in einem Bunker in Polen geboren, versteckt von einer Polin und einem Wehrmachtsmajor. Stoff für einen Kino-Film und ein Broadwaystück. In München hat er sich sein Leben aufgebaut. Er liebt diese Stadt. Doch wird er bleiben?

Von Jutta Czeguhn

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Lichtdurchflutet, so lebendig ist dieser Raum. Weiße Möbel, ein Glas-Torso, mit dem die winterliche Nachmittagssonne spielt. Der Teppich leuchtet wie eine explodierte Farbpalette. An den Wänden tummelt sich eine exquisite Gesellschaft großer Meister. Klimt, Picasso, van Gogh, in Kopie. Wie gemalt auch eine Schale voller bunter Früchte. In der Ecke eine kopflose Schaufensterpuppe im leuchtend roten Strickpulli, die neben dem Board mit den Familienfotos sitzt. Roman Hallers Familie, die entgegen aller Wahrscheinlichkeit existiert.

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