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Antisemitismus:"Wir möchten uns nicht verstecken"

Rabbi Shmuel Aharon Brodman / Übergabe des Erinnerungszeichens für NS-Opfer Albertine Neuland Oberbürgermeister Dieter R

Vor vier Wochen bedrängten vier Männer den Rabbiner mitten in München.

(Foto: imago images/Overstreet)

Rabbiner Shmuel Aharon Brodman wurde in München bedrängt, bedroht und beleidigt - weil er eine Kippa trug und so als Jude erkennbar war. Nun spricht er erstmals über den Vorfall, seine Angst, aber auch, was ihm Hoffnung gibt.

Interview von Ronen Steinke

Vier Wochen ist es her, dass mitten in München der Gemeinderabbiner der Synagoge am Sankt-Jakobs-Platz von unbekannten Tätern bedrängt und beleidigt wurde. Nach Angaben der Polizei war Rabbiner Shmuel Aharon Brodman abends von vier Männern verfolgt worden, nachdem er mit einer Kippa bekleidet in der Nähe des Isartorplatz aus einer Straßenbahn gestiegen war. Die Männer hätten dabei wiederholt abfällig über den Staat Israel gesprochen, dazwischen hätten sie miteinander auf Arabisch geredet. Lange Zeit hat Rabbiner Brodman nicht öffentlich über diesen Vorfall sprechen wollen, nun äußert er sich erstmals in der Süddeutschen Zeitung.

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