Neue TV-SerienFrisch, originell, münchnerisch - vier Beispiele

Wenn man die Worte "München" und "Serien" hört, kann man gar nicht anders als ganz schnell und laut "Dietl" zu schreien. Doch wie kommt die Stadt heute im Fernsehen rüber?

Fett und Fett

Die Idee zur Serie entstand nicht in München, sondern in der Transsibirischen Eisenbahn. Zwei Freunde, die sich während ihres Studiums an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München kennengelernt haben, aßen auf ihrer Reise vor allem Brot, Bier und Wurst. Diese beiden Freunde sind Chiara Grabmayr und Jakob Schreier, die Macher von "Fett und Fett". Weil Chiara Grabmayr so großen Spaß daran hatte, wie Jakob Schreier die kulinarischen Köstlichkeiten verspeiste, nahm sie sich vor, das vor die Kamera zu bringen. Grabmayr und Schreier entwickelten die Serienfigur Jaksch, schnappten sich ihren Kommilitonen Johannes Brugger mitsamt seiner Handkamera und zogen durch die Straßen Münchens. Dort drehte das Team fünf Folgen, die alle zwischen neun und 19 Minuten lang sind. Diese Spaßfolgen haben die Macher auf der Plattform Vimeo hochgeladen - darauf wurde das ZDF aufmerksam und gab eine neue Staffel in Auftrag, die offiziell als "Staffel 1" in der Mediathek zu sehen ist. Die alten Folgen werden dort als "Was bisher geschah" gelabelt. Viele Charaktere sind gar keine ausgebildeten Schauspieler. Aber das macht den Charme der Serie aus, genauso wie die vielen München-Schmankerl, die es in "Fett und Fett" zu sehen gibt. Und da ist nicht mal Sommer, sondern Herbst!

Bild: Johannes Brugger/ZDF 8. November 2019, 17:482019-11-08 17:48:44 © SZ vom 07.11.19/tah