Zwölf Taten in MünchenPolizei nimmt Einbrecherbande hoch – Hunderttausende Euro erbeutet

Die Polizei nennt ihre Ermittlungsgruppe „Muesca“, Spanisch für Scharte oder Kerbe, weil die Einbrecher Fenster und Türen rabiat aufstemmen (Symbolbild).
Die Polizei nennt ihre Ermittlungsgruppe „Muesca“, Spanisch für Scharte oder Kerbe, weil die Einbrecher Fenster und Türen rabiat aufstemmen (Symbolbild). Frank Rumpenhorst/dpa

Delikte in München führen die Ermittler auf eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. Dort werden zwei Verdächtige festgenommen – nach einem dritten wird gefahndet.

Von Stephan Handel

Mit Amtshilfe von Kollegen aus Nordrhein-Westfalen hat die Münchner Polizei zwei von drei Mitgliedern einer mutmaßlichen chilenischen Einbrecherbande dingfest gemacht, denen zwölf Wohnungseinbrüche in der Stadt mit einer Beute im mittleren sechsstelligen Bereich zur Last gelegt wird.

Das Phänomen chilenischer Einbrecher, die für ihre Taten nach Europa kommen, gibt es seit einiger Zeit. Das Polizeipräsidium hat deshalb die Ermittlungsgruppe „Muesca“ gegründet, sie hatte im vergangenen Herbst ihren ersten Erfolg, als elf Personen festgenommen wurden. Zwei Fälle in Bogenhausen, einer vom Januar 2025 und einer vom Februar 2026, führten jetzt zur Identifizierung der drei neuen Verdächtigen. Am 5. März wurden sie in Krefeld lokalisiert.

Ermittlungen der dortigen Polizei ergaben, dass sie an diesem Tag wohl für zwei Einbrüche, ein vollendeter und ein versuchter, in Düsseldorf verantwortlich sein sollen. Als sie festgenommen werden sollten, flüchteten sie zunächst mit ihrem Auto, später zu Fuß.

Zwei der Verdächtigen, ein 24- und ein 25-Jähriger, konnten die Beamten erwischen, sie sitzen in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft. Der dritte mutmaßliche Täter, ein 31-Jähriger, ist flüchtig. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sie für insgesamt zwölf Einbrüche in München verantwortlich sein sollen, neben den beiden in Bogenhausen auch noch in Berg am Laim, Giesing, Harlaching und Nymphenburg.

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