ObersendlingPolizei schießt auf 34-Jährigen – Mann wurde per Haftbefehl gesucht

Ein Polizeiwagen steht am Dienstagabend in Obersendling am Einsatzort.
Ein Polizeiwagen steht am Dienstagabend in Obersendling am Einsatzort. (Foto: Catherina Hess)

Zivile Rauschgift-Fahnder wollen einen Mann in Obersendling kontrollieren. Als dieser nach Polizeiangaben mit seinem Auto auf die Beamten zufährt, eröffnen diese das Feuer.

Von Stephan Handel

Der 34-jährige Mann, der am Dienstagnachmittag mit seinem Auto auf Polizeibeamte zugefahren ist, wurde per Haftbefehl gesucht. Die Zivilfahnder wollten ihn in der Constanze-Hallgarten-Straße in Obersendling festnehmen. Nachdem er sich der Kontrolle entziehen wollte, eröffneten sie das Feuer. Dabei trafen sie das Auto, einen 1er BMW, mehrfach und verletzten den Fahrer.

Zum genauen Ablauf machte die Polizei auch am Mittwoch keine weiteren Angaben. Fotos zeigen, das die Windschutzscheibe des Wagens intakt ist, aber Seitenfenster und Heckscheibe zerstört wurden.

Der Fahrer wurde festgenommen und verletzt ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestehe nicht. Er soll im Laufe des Mittwochs aus der Klinik entlassen werden, wird aber dann gleich in Haft genommen. Zu dem schon bestehenden Haftbefehl wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz kommt der Vorwurf eines versuchten Tötungsdelikts durch den Versuch, die Polizisten zu überfahren.

Die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird wie üblich vom Landeskriminalamt geprüft, ebenso, inwieweit der Mann unter dem Einfluss von Rauschgift stand. Seine Wohnung wurde noch am Dienstagabend durchsucht, ob dort, an ihm oder im Auto relevante Beweisstücke gefunden wurden, teilte die Polizei nicht mit.

Anmerkung der Redaktion: Die Polizei hat das Alter des Fahrers zunächst mit 24 Jahren angegeben, das aber später auf 34 korrigiert.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Sanktionen gegen Russland
:Luxusautos für Putins Freunde – geliefert aus München

Staatsanwälte und Zollfahnder verfolgen immer mehr Geschäfte, mit denen die verhängten Sanktionen gegen Russland ausgehebelt werden sollen. Allein in München geht es um Millionensummen.

Von Martin Bernstein

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: