Feuerwehr MünchenRauchmelder sorgen zweimal für rechtzeitige Rettung

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Die Feuerwehr München hatte am Samstag einen Einsatz in der Drachenseestraße in Sendling. (Archivbild)
Die Feuerwehr München hatte am Samstag einen Einsatz in der Drachenseestraße in Sendling. (Archivbild) Sven Hoppe

In Sendling hatte ein Nachbar die Warnung des Brandmelders vernommen, die daraufhin eine Frau aus ihrer Wohnung retten konnte. In Lochhausen löste ein automatischer Notruf den Einsatz aus.

Zweimal hat am Wochenende der Alarm eines Rauchmelders in München Schlimmeres verhindern können.

Bei einem Brand in der Drachenseestraße in Sendling ist am späten Samstagnachmittag eine Frau verletzt worden. Sie wurde in eine Klinik transportiert. Wie die Feuerwehr München mitteilt, hatte ein Bewohner einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses plötzlich Brandgeruch bemerkt. Zudem konnte er einen Rauchwarnmelder hören. Die von ihm alarmierten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Notruf machten sich gegen 17.50 Uhr umgehend auf den Weg zur genannten Adresse.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte führte der Anrufer diese zu der Wohnung, aus welcher der Rauchwarnmelder zu hören war. Nachdem die Feuerwehr sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschafft hatte, fanden die Einsatzkräfte im Schlafzimmer die 61-jährige Bewohnerin auf und brachten sie ins Freie. Sie wurde von der Besatzung eines Rettungswagens untersucht und anschließend mit einer Rauchgasvergiftung in eine Münchner Klinik transportiert.

Als Ursache für den Alarm konnte eine brennende Matratze ausgemacht werden. Diese wurde von einem Atemschutztrupp abgelöscht und nach draußen gebracht. Mit einem Hochleistungslüfter wurde die Wohnung entraucht. Eine genaue Schadenshöhe ist unbekannt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.

In Lochhausen wurde die Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen gegen 2.37 Uhr über die Brandmeldeanlage im Boarding-House in der Herschelstraße zu einem Einsatz gerufen. Über die Brandmeldeanlage konnten die Einsatzkräfte das Zimmer, welches den Alarm ausgelöst hatte, lokalisieren. Beim Öffnen der rauchdicht schließenden Türe stellten sie eine bereits massive Verrauchung des Appartements fest. Die mit Atemmasken geschützten Einsatzkräfte fanden den Bewohner am Boden liegend vor und brachten ihn aus der Wohnung.

Der Einsatzleiter forderte sofort einen Rettungswagen nach. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kümmerten sich Einsatzkräfte der Feuerwehr um den 44-jährigen Bewohner. Er kam nach einer medizinischen Erstbehandlung mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in eine Münchner Klinik. Währenddessen löschten weitere Feuerwehrleute den Entstehungsbrand im Bereich der Küche. Anschließend wurde mit einem Hochleistungslüfter das stark verrauchte Appartement entraucht. Auch in diesem Fall konnte kein Sachschaden beziffert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache wurden von der Polizei übernommen.

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