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München:Sechs Streifen für die A 92

Außer dem Ausbau des Abschnitts ab Feldmoching sind auch Erweiterungen an der A 8 sowie der B 471 geplant

Die Autobahn A 92 soll zwischen dem Autobahndreieck München-Feldmoching und dem Kreuz Neufahrn sechsstreifig ausgebaut werden. Dazu gehört, dass auch die Anschlussstelle Oberschleißheim durch Ergänzung der bestehenden Rampen zu einem "leistungsfähigen Kleeblatt" umfunktioniert wird. Das Projekt befinde sich bereits im Planfeststellungsverfahren, sagt der Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, Josef Seebacher. Es gibt dafür auch eine zeitliche Vorgabe: "Unser Ziel ist es, 2019 mit dem Bau beginnen zu können."

Im Kontext dieses Vorhabens steht auch der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße B 471 von Dachau bis zur Auffahrt der A 92. Diese Straßenerweiterung ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 in der höchsten Dringlichkeitsstufe aufgeführt. Dies bedeutet, dass mit der Planung "zeitnah" begonnen werden soll. Zwischen der Autobahn A 8 (München-Stuttgart) und Dachau dagegen wird die B 471 nicht optimiert. Dieser Abschnitt ist nach Ansicht der zuständigen Behörden derzeit "ausreichend leistungsfähig und nicht überdurchschnittlich unfallauffällig".

Vorgesehen ist außerdem eine Erweiterung der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck an der A 8. Eine Rampe soll den aus München kommenden Verkehr künftig direkt in Richtung Dachau ableiten, sodass das bisherige Linksabbiegen nach der Ausfahrt dann entfiele. Wie lange die Umsetzung dieser Planung noch dauert, kann Seebacher allerdings nicht sagen. "Das läuft schon seit einigen Jahren, aber wir tangieren an dieser Stelle ein Flora-Fauna-Habitat-Schutzgebiet und müssen deshalb sämtliche Umweltministerien bis hin zur EU mitreden lassen." Die Lokalpolitiker im Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied hatten bereits in der Vergangenheit einen Ausbau der B 471 gefordert. Diese Maßnahme wäre ihrer Ansicht nach geeignet, den nordwestlichen Ring der Autobahn A 99 zu entlasten, auf dem sich der Verkehr vor allem in den Bereichen des Allacher und des Aubinger Tunnels mehrmals täglich staut. Ihr erklärtes Wunschziel wäre eine "durchgehende" Verbreiterung der Bundesstraße zwischen der Anschlussstelle Dachau/Fürstenfeldbruck der A 8 und der Auffahrt zur A 92 in Oberschleißheim gewesen.