"Bits & Pretzels":Arnold Schwarzenegger als Stargast auf der Gründermesse

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"Bits & Pretzels": Arnold Schwarzenegger dirigiert 2017 im Schützenzelt - schon im Jahr davor griff er zum Taktstock.

Arnold Schwarzenegger dirigiert 2017 im Schützenzelt - schon im Jahr davor griff er zum Taktstock.

(Foto: Yannik Bikker/imago images/VISTAPRESS)

Der Schauspieler und Ex-Gouverneur kehrt als Stargast des Gründerfestivals nach München zurück. Die findet während des Oktoberfests statt - aber das ist nicht das Einzige, das dem Terminator an der Stadt gefällt.

Von Andreas Schubert

Die Gründermesse "Bits & Pretzels" schmückt sich bekanntlich gerne mit höchster Prominenz als Redner. Nachdem die Macher bei der bisher letzten Auflage der Messe 2019 den früheren US-Präsidenten Barack Obama und die Schauspielerin Jessica Alba als "Speaker" gewinnen konnten, gibt diesmal Arnold Schwarzenegger den Stargast.

Der passt zu einer Gründermesse eigentlich ganz gut: Hat er sich doch seit den Sechzigerjahren selbst zur Marke gemacht, sich bis zum Geht-nicht-mehr aufgepumpt, sich auf der Leinwand zu einem der größten Hollywood-Stars gefightet, acht Jahre den US-Staat Kalifornien regiert. Heute ist er dem eigenen Bekunden nach Dreiviertel-Veganer, Trump- und Putin-Gegner, Klimaaktivist und Tierfreund. Für seine Fans ist und bleibt Schwarzenegger, der mittlerweile auch schon 75 und nicht mehr ganz so ein Muskelberg ist, einfach der Arnie.

"Bits & Pretzels": Vor drei Jahren waren der frühere US-Präsident Barack Obama bei "Bits & Pretzls"...

Vor drei Jahren waren der frühere US-Präsident Barack Obama bei "Bits & Pretzls"...

(Foto: Christof Stache/AFP)
"Bits & Pretzels": ...und die Schauspielerin Jessica Alba (li.).

...und die Schauspielerin Jessica Alba (li.).

(Foto: Sven Hoppe/picture alliance/dpa)

Der Arnie also kommt wieder mal nach München. Dass die Bits & Pretzels vom 25. bis 27. September, also während der Wiesn stattfindet, trifft sich da gut, denn das Oktoberfest hat es ihm angetan. 2016 zum Beispiel krallte er sich im Schützenzelt den Dirigentenstab und mimte den Kapellmeister. Dies wiederholte er auch im Jahr darauf, diesmal in Begleitung seines Spezls Ralf Möller, ebenfalls Schauspieler und nicht ganz so berühmter Muskelberg a.D. Mal ward der Arnie auch im Marstall-Zelt gesichtet, mal beim Käfer.

Schwarzenegger und München: Das ist eine schon recht lange Geschichte. Von 1966 bis 1968 wohnte und trainierte der Bodybuilder in der Stadt, die er auch Jahrzehnte später als sein Sprungbrett auf dem Weg zum Titel Mister Universum bezeichnet. München sei eine der schönsten Städte in Europa, sagte er vor vier Jahren bei einer Veranstaltung in der Olympiahalle. Er liebe es, nach München zurückzukommen. Kann man alles auf Youtube anschauen.

"Bits & Pretzels": Von 1966 bis 1968 wohnte und trainierte der Bodybuilder in der Stadt und kehrte immer wieder zurück - hier ein Fototermin im Jahr 1985.

Von 1966 bis 1968 wohnte und trainierte der Bodybuilder in der Stadt und kehrte immer wieder zurück - hier ein Fototermin im Jahr 1985.

(Foto: Istvan Bajzat/picture alliance/dpa)

Schwarzenegger hat es schon zu Beginn seiner Karriere geschafft, in München aufzufallen. 1967 schuf der Fotograf Rolf Hayo eine unter Arnie-Fans legendäre Fotostrecke, auf der der damals 20-jährige Bodybuilder nur mit knappem Höschen bekleidet durch die Stadt spaziert und unter anderem am Stachus und im Hauptbahnhof posiert. Das löste bei den Passanten teils Befremdung, teils Bewunderung aus. Eines von Hayos Bildern zeigt eine ältere Marktfrau in der Bayerstraße, wie sie höchst erfreut Arnies Bizeps befühlt. Als der Arnie 30 Jahre später am Platzl im Beisein allerlei weiterer Prominenz das Lokal Planet Hollywood eröffnete, warteten Tausende Menschen darauf, einen Blick auf den (diesmal voll bekleideten) Superstar zu werfen.

2016 fiel Schwarzenegger auch als Verkehrsrowdy auf, als er in Begleitung seines Bodyguards mitten durch den Hauptbahnhof radelte und von der Bundespolizei aufgehalten wurde. Der Beamte, der ihn stoppte und belehrte, bekam als Wiedergutmachung ein Selfie. Die Bundespolizei gab das Bild stolz an die Presse weiter. Wann hat man schon Gelegenheit, dem Terminator die Leviten zu lesen?

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