Im Nachgang an die Versammlung „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ am Freitag in Neuhausen ist gegen eine 20-jährige Teilnehmerin ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet worden. Die Schülerin aus München habe bei der Demonstration mit zeitweise mehr als 800 Menschen ein Plakat mit der Aufschrift „Friedrich stirb doch selber an der Ostfront“ getragen, wie die Polizei mitteilte. Nach Abstimmung mit dem Staatsschutz liege deshalb ein Verdacht auf eine Straftat vor.
Während der Veranstaltung habe es mehrere Plakate mit einer politisch motivierten beleidigenden Aufschrift gegeben. Als die Polizei die 20-Jährige kontrollieren wollte, habe es mehrere Solidaritätsaktionen von anderen Versammlungsteilnehmern gegeben, wie es weiter hieß. Daraufhin habe die Polizei etwa 50 Mal unmittelbaren Zwang durch körperliche Gewalt in Form von Schieben und Drücken sowie fünfmal den Schlagstock angewandt. Nachdem die Personalien der Schülerin aufgenommen waren, wurde sie entlassen.

