Vor der Alten PinakothekInitiator bekommt Anzeige nach Schneeballschlacht

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Das KVR hatte dem Initiator empfohlen, seinen Aufruf zurückzunehmen, dem etwa 300 Menschen folgten.
Das KVR hatte dem Initiator empfohlen, seinen Aufruf zurückzunehmen, dem etwa 300 Menschen folgten.
Stephan Rumpf
  • Die Polizei hat den Initiator einer Schneeballschlacht mit 300 Teilnehmern vor der Alten Pinakothek wegen einer nicht angemeldeten Veranstaltung angezeigt.
  • Der Mann hatte in den sozialen Medien zu "Deutschlands größter Schneeballschlacht" aufgerufen, ohne die Veranstaltung beim KVR anzumelden.
  • Die Rathaus-ÖDP kritisiert das Vorgehen der Stadt und fragt nach den Prioritäten bei der Verfolgung spontaner Aktionen.
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In den sozialen Medien hatte er zu „Deutschlands größter Schneeballschlacht“ aufgerufen. Etwa 300 Menschen kamen – doch angemeldet war die Aktion nicht.

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Der Schnee ist weg – doch die Frage, ob eine großangelegte Schneeballschlacht eine Ordnungswidrigkeit sein kann, beschäftigt die Gemüter in München weiter. Die Polizei hat den Initiator, der in der vergangenen Woche zu einer Schneeballschlacht mit mehreren Hundert Menschen an der Alten Pinakothek aufgerufen hatte, nun angezeigt. Es bestehe der Verdacht einer nicht angemeldeten Veranstaltung, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Die weitere Bearbeitung der Ordnungswidrigkeitenanzeige liege nun beim Kreisverwaltungsreferat (KVR).

Nach einem Aufruf in den sozialen Medien hatten sich am Freitag nach Augenzeugenberichten an die 300 Menschen vor der Alten Pinakothek an der Schneeballschlacht beteiligt. Der Initiator hatte unter anderem auf Instagram nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Woche zu „Deutschlands größter Schneeballschlacht“ aufgerufen. „Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der diese Idee cool findet“, sagte er in seinem Aufruf auf Instagram. Allerdings hatte er die Veranstaltung nicht beim KVR angemeldet.

Diese Vorgabe sei ihm „in dem Ausmaß“ nicht bewusst gewesen, ließ er nach einem Gespräch mit der Behörde auf Instagram wissen. Und rief die Teilnehmer auf, Rücksicht zu nehmen, keine Eisbrocken zu werfen, keine Steine in die Schneebälle zu bauen und nicht auf Köpfe zu zielen. Das KVR hatte ihm empfohlen, den Aufruf zurückzunehmen – der allerdings 25 000 Likes hatte.

Die Aktion schlägt weiter Wellen. „Schießt das KVR mit Kanonen auf Spatzen – oder besser auf Schneebälle?“, fragte die Rathaus-ÖDP. Die Fraktion hat eine Anfrage gestellt, wie intensiv soziale Medien nach solchen Aufrufen beobachtet werden und ob dem Organisator nun tatsächlich ein Bußgeld droht. „Unbestritten ist, dass die Stadt größere Menschenansammlungen im Blick behalten muss. Sicherheit geht vor. Aber wenn eine spontane, wetterabhängige Aktion derart viel Aufmerksamkeit bindet, darf man zumindest nach den Prioritäten fragen“, hieß es bei der ÖDP.

Auch seitens der Pinakotheken, auf deren Grund die Aktion stattfand, nahm man die Schneeballschlacht locker. Die Leute hätten Spaß gehabt und es sei alles glimpflich abgelaufen, hatte Sprecherin Tine Nehler am Freitag kommentiert. Man habe lediglich aufgepasst, dass die Besucherinnen und Besucher beim Verlassen der Pinakothek nicht unvermittelt von Schneebällen getroffen wurden. „Ansonsten fanden wir es lustig“, sagte sie. Immerhin gebe es neben der vielleicht größten Schneeballschlacht Deutschlands draußen im Innern der Alten Pinakothek die größte Rubens-Sammlung Deutschlands.

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