Mieter ohne Wasser und Heizung:Wie in München der Streit um zwei Haussanierungen eskaliert

Mieter ohne Wasser und Heizung: Die meisten Bewohner haben das 17-Parteien-Haus in der Klenzestraße 15 inzwischen verlassen.

Die meisten Bewohner haben das 17-Parteien-Haus in der Klenzestraße 15 inzwischen verlassen.

(Foto: Stephan Rumpf)

An der Klenzestraße harren Mieter seit Monaten in zwei sanierungsbedürftigen Gebäuden aus. Sie fürchten, vertrieben zu werden, die Eigentümer sprechen von dringend notwendigen Baumaßnahmen. Der Fall beschäftigt längst die Gerichte.

Von Julian Raff

Wenn es ums Geschäft geht, weht durch angesagte Münchner Wohnstraßen ein rauer Wind. Was sich aber derzeit im Gärtnerplatzviertel abspielt, dürfte den Rahmen des Üblichen sprengen. Seit drei Monaten harrt eine Handvoll Bewohner in einer Sanierungs-Baustelle an der Klenzestraße 15 ohne Wasser und Heizung aus, da sich Eigentümer und Mieter nicht über Ersatzwohnungen oder Abfindungen einigen können. Weiter südlich, an der Klenzestraße 47, will das gleiche Eigentümer-Ehepaar ein weiteres, in die Jahre gekommenes Wohngebäude sanieren, manche mutmaßen: luxussanieren. Auch dort widersetzen sich Mieter und nehmen dafür unzumutbare Bedingungen in Kauf.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusImmobilienmarkt in München
:Die nächste Gentrifizierungswelle im Gärtnerplatzviertel

Zwei Beispiele aus der Klenzestraße zeigen: Sanierung und Umbau von Häusern vertreiben Kleingewerbe, vernichten grüne Innenhöfe - und gefährden sogar besserverdienende Mieter. Was ist da gerade los im Viertel?

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: