bedeckt München 20°

Buchhandlung:Das letzte Kapitel

Buchhändler Eugen Hillenbrand zieht sich aus dem Geschäft zurück: Es übernimmt sein Kollege Thomas Voglgsang, der auch andere Buchläden in München betreibt.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Eugen Hillenbrand war mehr als 60 Jahre lang Buchhändler. "Verrückt günstig" war sein Erfolgsmodell, sein Laden im Ruffinihaus gehörte zum Inventar der Stadt. Über einen, der auch dann noch an Bücher glaubte, wenn Verlage sie längst abgeschrieben hatten.

Von Julia Huber

Eugen Hillenbrand muss heute raus. Er will nicht, aber er muss. Es ist Samstag, vier Uhr nachmittags. In zwei Stunden ist Feierabend. Der letzte Tag seines Bücherladens "Shakespeare & Co." am St.-Jakobs-Platz. Der letzte Tag seiner 61-jährigen Karriere als Buchhändler. Eugen Hillenbrand ist ein Mann großer Worte und großer Plakate. Auf einen gelben Aufsteller vor seinem Laden hat er geschrieben: "Oh Graus, wir müssen raus - doch für Sie Bücherpreise wie nie".

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Ethnic Ainu people thank nature in ritual in northern Japan Ethnic Ainu people bring marimo moss bal
Ethnologie
Der lange Weg zur Würde
Juli Zeh, Lanzarote 2018
Achtung: Pressebilder Luchterhand Verlag, nur zur einmaligen Verwendung am 04.04.2020!
Juli Zeh zur Corona-Krise
"Die Bestrafungstaktik ist bedenklich"
Psychologie
Man mag, wofür man sich entschieden hat
Werner Zorn
Geschichte
Wie das Internet nach China kam
Close-Up Of Cupid With Heart Shape; Liebe Schmidbauer
Psychologie
Der Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit
Zur SZ-Startseite