Öffentlicher NahverkehrRufbusse für München: Das sind die Pläne der Stadt

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Vom Jahr 2025 an soll man in München solche Busse per Handy bestellen können.
Vom Jahr 2025 an soll man in München solche Busse per Handy bestellen können. (Foto: MVG)

Spezielle Elektrofahrzeuge sollen per Anruf oder App angefordert werden können. Dann werden Bestellungen gebündelt und eine Route berechnet. Wo die Kleinbusse fahren und wann es losgeht.

Von Thomas Schmidt

Die Stadt München will ein sogenanntes Rufbussystem aufbauen. Das beschloss der Mobilitätsausschuss am Mittwoch, nun muss noch die Vollversammlung des Stadtrats zustimmen. Fahrgäste sollen die vollelektrischen Rufbusse mit dem Telefon oder einer Smartphone-App bestellen und dabei ihr Ziel angeben können. Dann soll eine Route berechnet werden, um mehrere Fahrgäste zu bündeln. Zu Beginn sollen die Kleinbusse erstmal nur abends und nachts unterwegs sein.

Das Projekt der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) läuft unter der sperrigen Abkürzung "MIJA" und soll voraussichtlich von der zweiten Jahreshälfte 2025 an mit zunächst 50 Fahrzeugen starten. Die Kleinbusse sollen ohne festen Fahrplan oder Linienweg "ganz nach Bedarf" der Passagiere fahren.

Zunächst müsse die MVG "die notwendigen Ausschreibungen durchführen", berichtete die Stadt am Mittwoch. Vier Jahre lang soll das Angebot dann stufenweise ausgebaut werden und am Ende 100 Fahrzeuge umfassen. Mit den Rufbussen wolle man eine Lücke im Nahverkehrssystem schließen. Laut Stadtrat sei das Angebot gerade für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen wichtig. Knapp 50 Millionen Euro soll der Aufbau des "On-Demand-Services" kosten.

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Der Service soll zunächst in den Stadtteilen Aubing- Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Pasing-Obermenzing, Moosach, Neuhausen-Nymphenburg, Schwabing-West, Maxvorstadt, Schwanthalerhöhe, Ludwigsvorstadt, Isarvorstadt sowie Altstadt-Lehel eingerichtet werden. Bis Ende 2029 soll die Flotte anwachsen und weitere Stadtteile bedienen, dann soll der Service auch tagsüber zur Verfügung stehen. Ein Teil der Flotte werde zudem behindertengerecht umgebaut.

"Es ist eines der innovativsten Mobilitätsprojekte seit langer Zeit in München", freute sich Zweiter Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) über den Beschluss. Das gelte insbesondere für den Stadtrand, wo die öffentlichen Verkehrsmittel in den Randzeiten Angebotslücken aufwiesen. MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann will mit dem neuen Angebot "Zielgruppen gewinnen, die derzeit den öffentlichen Nahverkehr noch nicht oder nur selten nutzen und damit die Verkehrswende in München vorantreiben". Das neue Mobilitätsangebot solle "perspektivisch durch den Einsatz von autonomen Shuttles weiterausgebaut werden". Die Buchung der Fahrzeuge werde in die Mobilitäts-App MVGO integriert. Der Zustieg werde etwa alle 350 Meter möglich sein.

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