Gleich 100 Polizeibeamte haben in der Nacht zum Samstag den Technoclub „Rote Sonne“ durchsucht; dabei nahmen sie 20 Menschen wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vorläufig fest. Unter anderem wurden Kokain und Amphetamine sichergestellt. Wie die Polizei am Montag bestätigte, ging dem Einsatz ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft München 1 voraus. Der Einsatz ging ohne Widerstand der Partygäste vonstatten, sagte ein Polizeisprecher.
Im Zentrum der Ermittlungen steht der Betreiber. Ihm wirft die Staatsanwaltschaft vor, durch Unterlassen „anderen eine Gelegenheit zum unbefugten Erwerb oder zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln verschafft oder gewährt zu haben“. Aber auch die mit illegalen Drogen erwischten Partygänger müssen mit Konsequenzen rechnen. Nach dem Betäubungsmittelgesetz drohen den Gästen bei geringen Mengen Geldstrafen oder bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Die „Rote Sonne“ gilt als einer der renommiertesten Technoclubs Münchens.

