Süddeutsche Zeitung

Gastronomie:Sieben Rooftop-Bars mit schönem Ausblick

Auf Münchens Dachterrassen lassen sich der Sommer, Getränke und Snacks wunderbar genießen. Eine Übersicht.

Von Cora Wucherer

Mit ein bisschen Abstand betrachtet sieht vieles schöner aus. Zumindest, wenn man die Dinge von oben betrachtet. Denn die Magie der Dachterrassen lässt den Alltag so weit entfernt erscheinen wie die Passanten auf den Straßen im Trubel unten. Gut, dass es mittlerweile eine - zwar nicht allzu große, dafür aber feine - Auswahl an Dachterrassen gibt, darunter bewährte Klassiker, aber auch verlockende neue Locations.

Zu letzteren zählt zum Beispiel die "Buffet Kull Rooftop Bar" im Werksviertel, auf der man - wie im vergangenen Jahr - bis zum 22. August Aperol Spritz trinken und Tatar (Thunfisch oder Rind) snacken kann, mit Blick auf das Riesenrad.

Marokkanisches Flair dagegen verbreitet im Tal die Pop-Up-Bar "Le Coq de Combat". Der Kulturdachgarten, eine Bar auf dem Alpina-Parkhausdeck in der Nähe des Stachus, besticht mit viel Holz und noch mehr Grün. Seit 2018 existiert diese Oase mitten in der Stadt, inzwischen sorgen Begrünungsprojekte, mit Hochbeeten und sogenanntem vertical Farming für mehr Natur.

Längst kein Geheimtipp mehr ist das Café Vorhoelzer, das die Technische Universität krönt. Auch wenn die Reiseführer dafür sorgen, dass hier mehr Touristen als Studenten ihren Cappuccino schlürfen können, bietet das Café einen einmaligen Panoramablick auf die Pinakotheken und die Stadt.

Wer nicht auf dem oft stark frequentierten Gärtnerplatz sitzen und eventuell von der Polizei vertrieben werden möchte, kann sich auch im Glockenbachviertel in die Höhe flüchten. Die Rooftop-Bar des Boutique-Hotels Flushing Meadows ist nicht nur ob seines Ausblicks ein Highlight, sondern auch wegen seiner ausgefallenen Cocktail-Kreationen wie etwa der Herbal Fizz, ein Drink mit Kräutern wie Rosmarin und Gin.

Weitblick über München verspricht seit 2019 das Andaz Hotel in der Leopoldstraße mit der höchsten Dachterrasse der Stadt, der M'Uniqo-Rooftop-Bar auf 48,5 Metern Höhe. Auch die Preise sind hier in der Höhe angesiedelt.

Nah dran an einer der schönsten Silhouetten der Münchner Skyline ist man im Hotel Bayerischer Hof, in der "Blue Spa Bar", von der aus man glaubt, die Türme der Frauenkirche fast anfassen zu können. Der Klassiker punktet mit Innenstadtlage und einer großen Getränkekarte. Alle Hotelbars sind auch für Nicht-Gäste zugänglich.

Auf allen städtischen Dachterrassen kann man ganz wunderbar laue Sommerabende ausklingen lassen. Selbst, wenn der Abendhimmel sich nicht in Orangetöne tauchen sollte, im Glas werden die Farben allemal serviert.

Bestens informiert mit SZ Plus – 4 Wochen kostenlos zur Probe lesen. Jetzt bestellen unter: www.sz.de/szplus-testen

URL:
www.sz.de/1.4991548
Copyright:
Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH / Süddeutsche Zeitung GmbH
Quelle:
SZ vom 13.08.2020/wean, van
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über Süddeutsche Zeitung Content. Bitte senden Sie Ihre Nutzungsanfrage an syndication@sueddeutsche.de.