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Urteil:Mehrere Jahre Haft für Rocker nach Messerattacke

Der Prozess lief seit November 2019 mit erhöhtem Sicherheitsaufkommen der Polizei, weil zu fast jedem Termin zahlreiche Mitglieder der Hells Angels anreisten.

(Foto: Stephan Rumpf)

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann aus dem Umfeld der Hells Angels 2015 in einem Münchner Club zwei Brüdern ein Messer in den Bauch gerammt hatte.

Wegen zweifachen versuchten Totschlags ist ein Mann aus dem Umfeld der Rocker-Gruppe Hells Angels zu einer Haftstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Landgericht München I sah es am Montag nach Angaben eines Sprechers als erwiesen an, dass der Mann 2015 in einem Münchner Club zwei Brüdern ein Messer in den Bauch gerammt hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht ordnete für den Mann eine Unterbringung in einer Entzugsklinik an. Sollte er dort erfolgreich eine Therapie absolvieren, könnte er bereits nach der Hälfte der Haftstraße wieder freigelassen werden. Ursprünglich angeklagt worden war der Mann wegen versuchten Mordes.

Der Prozess gegen den Angeklagten lief seit November 2019. Als Nebenkläger trat dabei eines der beiden Opfer auf. Medien hatten berichtet, dass dieser Verbindungen zu einer konkurrierenden Rockerbande gehabt haben soll und die Hells Angels während des Prozesses immer wieder provoziert hatte. Diese wiederum reisten zu fast jedem Prozesstermin in so großer Zahl an, dass das Gericht jedes Mal Verstärkung von der Polizei anfordern musste.

© SZ.de/dpa/syn
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