Schrottautos am RappenwegIllegaler Autofriedhof neben dem Riemer Park

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Kein schöner Anblick: Entlang des Rappenwegs haben sich dutzendfach Schrottautos angesammelt.
Kein schöner Anblick: Entlang des Rappenwegs haben sich dutzendfach Schrottautos angesammelt. Robert Haas

Am Rande eines wilden Gewerbegebiets werden immer wieder Schrottfahrzeuge abgestellt, vielfach beschmiert oder demoliert. Was nun am Rappenweg geschehen soll.

Von Patrik Stäbler

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Die Sonne strahlt an diesem Vormittag hinab auf den Riemer Park, auf seinen türkisblauen See, auf die Spielplätze und Sportflächen, auf das weitläufige Grün – aber auch auf den Rappenweg am südlichen Ende, der als Entree zu Münchens drittgrößter Grünanlage dient. Und der mit dem Wort unschön noch freundlich umschrieben ist. Denn am Rande eines teils wilden Gewerbegebiets stehen dort entlang der Straße auf Stellplätzen, die eigentlich für die Besucher des Riemer Parks gedacht sind, zig Fahrzeuge in allen Stadien des Verfalls. Handgezählte 35 Schrottautos sind es an diesem Vormittag – alle ohne Nummernschild, viele mit platten Reifen, etliche beschmiert oder demoliert, und einige im Innern bis zum Dach mit Sperrmüll zugestopft.

Dieser „öffentliche Autofriedhof“, so nennt es Stefan Ziegler (CSU), beschäftigt den Bezirksausschuss Trudering-Riem (BA) schon seit vielen Jahren. „Und inzwischen ist die Situation dort wirklich schlimm geworden“, sagt der Vorsitzende des Gremiums. Doch nach einigen vergeblichen Anläufen, die Missstände zu beheben, zeichnet sich nun eine Lösung ab.

So soll nach Angaben des städtischen Mobilitätsreferats am betreffenden Abschnitt des Rappenwegs ein Halteverbot erlassen werden. „Die illegal abgestellten Schrottfahrzeuge werden abschnittsweise entfernt“, teilt eine Sprecherin der Behörde mit. Und um ein Parken dort dauerhaft zu verhindern, sollen anschließend Findlinge aufgestellt werden.

„Das führt natürlich dazu, dass die Parkplätze nicht mehr für Besucher des Riemer Parks zur Verfügung stehen“, bedauert Stefan Ziegler. „Aber mehr war nicht zu erreichen.“ Bei der Frage, wieso sich der Rappenweg überhaupt zu einem Autofriedhof hat entwickeln können, verweist der BA-Chef auf die Vielzahl von Autohändlern und Werkstätten in dem angrenzenden ungenehmigten Gewerbegebiet.

Ganz ähnlich klingt das bei der Sprecherin des Mobilitätsreferats: „Vermutlich verleiten die örtlichen Gegebenheiten dazu – auch, da es am Rappenweg bisher keine andere Nutzung gibt und keine Sanktionierungen erfolgten.“ Ihr zufolge werden die dortigen Schrottautos zwar regelmäßig durch die Stadt entfernt; dies geschehe drei- bis viermal im Jahr. Jedoch kehren die Schrottfahrzeuge, über die regelmäßig auch Bürgerbeschwerden im Rathaus eingehen, alsbald wieder auf diese Plätze zurück.

Erschwerend für die Behörden erweist sich in dem Zusammenhang, dass der betreffende Abschnitt des Rappenwegs, der zum Riemer Park führt, nicht zum öffentlichen Straßenraum gehört. Dies wolle man nun ändern und in der Folge ein Zufahrtsverbot erlassen mit dem Zusatzzeichen „Zufahrt zu den anliegenden Grundstücken gestattet“, teilt das Mobilitätsreferat mit. Die Überwachung dieser Regelung würde dann der Polizei obliegen, die bei einer Nichtbeachtung Bußgelder verhängen könnte.

Mittelfristig dürfte sich die Situation am Rappenweg aber ohnehin ändern. Schließlich soll das dortige Gewerbegebiet nach dem Willen der Stadt in ein neues Quartier mit bis zu 2700 Wohnungen sowie Gewerbeflächen, Kindertagesstätten, Einzelhandel und Grünflächen umgewandelt werden.

Einen entsprechenden Eckdatenbeschluss hat der Stadtrat im Herbst gefasst; noch bis zum 20. Mai liegen die Planungsunterlagen im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung aus. Sobald die Bauarbeiten für das neue Quartier einmal begonnen hätten, werde der Weg als Zufahrt nicht mehr benötigt, teilt die Sprecherin des Mobilitätsreferats mit. Und damit werde sich auch das Problem am Rappenweg erledigt haben.

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