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Reden wir über München:Der Kleine mit dem großen Glück

Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm Richard Süßmeier das Wirtshaus seiner Familie - im jahr 1948.

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Im August wurde die Münchner Wirte-Legende Richard Süßmeier 90 Jahre alt. Was ihm dabei half, bekannt zu werden, weshalb er Peter Gauweiler so gerne ärgerte und wie er die Zukunft des Oktoberfests sah.

Interview von Franz Kotteder

Wenn in München jemand 90 Jahre alt ist, dann fallen schnell mal die Stichworte lebende Legende, Original, Schlitzohr, Denkmal seiner Zunft oder Verkörperung der Stadtgeschichte. Bei Richard Süßmeier ist es an diesem Samstag so weit. Er kann seinen 90. Geburtstag feiern und ist natürlich all das zusammen. Zwischen 1970 und 1984 war er Sprecher der Wiesnwirte. Ein Amt, das er wie viele andere mit viel Witz, Esprit und Gespür für öffentlichkeitswirksame Aktionen ausübte, bis ihn ein spektakulärer Skandal seine Konzession fürs Oktoberfest kostete - er hatte sich mit dem damals mächtigen Kreisverwaltungsreferenten Peter Gauweiler (CSU) angelegt. Von den Vorwürfen blieb letztlich wenig übrig, Süßmeiers Ansehen ist danach aber eher noch gewachsen.

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