"Küchenhilfe"Wenn Nudeln mit Tomatensauce langweilig werden

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Karl Ederer steht für regionale Küche, die behutsam veredelt wird. Der ehemalige Sternekoch (Glockenbach, Ederer in den Fünf Höfen) hat dafür den Begriff "Heimat Food" erfunden.
Karl Ederer steht für regionale Küche, die behutsam veredelt wird. Der ehemalige Sternekoch (Glockenbach, Ederer in den Fünf Höfen) hat dafür den Begriff "Heimat Food" erfunden. (Foto: Stephan Rumpf)

Der Münchner Koch Karl Ederer empfiehlt ein einfaches Gericht fürs Home-Office.

Von Franz Kotteder

Nun sitzt man also zu Hause und bearbeitet seinen Laptop oder versucht, die Kinder zu bespaßen. Vielleicht sogar beides. Die Mahlzeiten aus den gehorteten Vorräten von Dosentomaten und Nudeln werden langsam eintönig, man sehnt sich nach Alternativen. Normalerweise sorgen Restaurants für Abwechslung, aber in der Corona-Krise geht das kaum. Was tun?

Zeit, einen Fachmann zu fragen. Der Koch Karl Ederer bietet in seinem Restaurant Ederer in der Lindwurmstraße 48 von diesem Donnerstag an erstmals einen Mittagstisch unter dem Titel "Saisonales & Soziales" an. Zwischen 11.30 und 15 Uhr gibt es dort "frische Gerichte zu zivilen Preisen", und das jeweils nach Marktlage. Weil er in seinem Lokal neuerdings laut behördlicher Anordnung aber nur 30 Leute gleichzeitig - und das in gebührendem Abstand von eineinhalb Metern - versorgen kann, hat er für jene, die zu Hause bleiben müssen, ein Rezept aufgeschrieben.

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Ederers Reispfanne für zwei Personen

Zutaten: Acht Esslöffel Basmatireis, eine halbe Zwiebel, eine kleine Karotte, eine kleine Petersilienwurzel, 5-10 Zentimeter Lauch, zwei bis vier Stück Trockenwurst (zum Beispiel Polnische, Debrecziner, Kaminwurzn), Petersilie, etwas Butter.

Zubereitung: Den Reis in einer Pfanne mit etwas Butter anschwitzen, salzen und pfeffern. Nach etwa drei Minuten mit Wasser aufgießen, bis er gut bedeckt ist, und mit dem Pfannendeckel abdecken. Langsam köcheln lassen und nach sieben Minuten das inzwischen geschälte und in Scheiben geschnittene Gemüse dazu geben. Nochmals würzen. Wieder abdecken und, wenn nötig, etwas Wasser abgießen, weitere fünf Minuten kochen. Würstl enthäuten, in feine Scheiben schneiden und über den Reis streuen. Weiter köcheln lassen und vorsichtig umrühren. Der Reis sollte weich sein, das Gemüse noch etwas Biss haben. Geschnittene Petersilie drüber streuen und servieren. Das Gericht kann man beliebig verändern, es kann rein vegetarisch bleiben oder auch mit Fisch statt Wurst zubereitet werden.

© SZ vom 19.03.2020 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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