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George Prime Steak & Raw Bar:Prime Steaks aus den USA im Luxus-Ambiente

Hat was übrig für Steaks der US-Prime-Klasse: George Betak, einer der beiden Eigentümer des neuen Luxusrestaurants am Maximiliansplatz.

(Foto: Robert Haas)

Am Maximiliansplatz 9 sind schon viele Restaurants gescheitert, jetzt hat dort die "George Prime Steak & Raw Bar" eröffnet - ein Etablissement für Leute, bei denen das Geld locker sitzt und die ganz gerne mal ein bisschen protzen.

Auf dem Tresen der Raw Bar hängen Hummer - Verzeihung: Lobster - und Austern ziemlich aufreizend auf einem Bett aus Eis herum. Wohl, damit man gleich weiß, wo man hier gelandet ist. Denn die "George Prime Steak & Raw Bar", das ist nicht irgendein Restaurant: Hier geht es gewissermaßen um das, was man auf Englisch "High End" nennt und auf Deutsch "Oberliga".

Auf Englisch ist wichtig, denn hier handelt es sich um ein Steakhaus mit ausschließlich US-amerikanischem Prime-Beef-Fleisch, der höchsten Qualitätsstufe, und mit Weinen, die vorwiegend aus Kalifornien kommen. Selbst beim Presseabend zur Präsentation ihres Restaurants sprechen die Betreiber ausschließlich Englisch. Was etwas komisch wirkt - haben sie doch jede Menge hochkarätiges deutsches Personal angeheuert, das sicher genauso gut erklären könnte, worum es hier geht.

Es geht, natürlich, auch um viel Sein und Schein. George Prime Steak mit der angeschlossenen Raw Bar ist ein Etablissement für Leute, bei denen das Geld locker sitzt und die, sagen wir es offen, ganz gerne mal ein bisschen protzen. Das Lokal füllt das ganze Erdgeschoss des Geschäftshauses am Maximiliansplatz 9 aus, insgesamt 1100 Quadratmeter, und außerdem noch weitere 600 Quadratmeter im Untergeschoss. Früher war da mal ein Autohaus, das vorwiegend Luxuskarossen im Angebot hatte. Das passt ganz gut zur jetzigen Nutzung. Das Lokal wurde aufwendig umgebaut und auf edel getrimmt, es gibt insgesamt nur knapp 200 Plätze und drei "Private Dining Rooms" für Gruppen zwischen 14 und 30 Personen, man schielt da vor allem auf vermögende Geschäftsleute oder Touristengruppen aus dem arabischen oder russischen Raum.

Ob sich das trägt, hier an diesem Platz, wo schon mehrere ambitionierte Restaurants gescheitert sind? Die Eigentümer haben mit dem Konzept schon in Prag Erfolge gefeiert, das dortige George Prime Steak ist allerdings nur ein Drittel so groß.

George Betak, einer der beiden Eigentümer, ist jedenfalls guter Dinge. Er lebt in Kanada und besitzt dort außerdem noch die eine oder andere Bar. Geld scheint für ihn und seine Investoren offenbar nicht das Problem zu sein. Und wenn man sich die Speisekarte so ansieht, sollte es das auch fürs Publikum nicht sein.

Gleich beim Eintreten steht man vor dreieinhalb Meter hohen Glasschränken, in denen die Steaks im Halbdunkel wohltemperiert vor sich hin reifen dürfen. Das günstigste Stück Rind, 310 Gramm vom New York Strip, kostet 47 Euro. Als Beilage dazu wird zum Beispiel gebratene Entenleber für 14 Euro oder ein Hummerschwanzerl für 28 Euro empfohlen. In der Raw Bar kommt man nicht viel günstiger weg, aber es gehört ja auch zum Konzept, dass man in diese neue Lokalität nicht zum Sparen geht. Seit einer Woche ist offen, und dafür sind dann doch schon erstaunlich viele Tische besetzt.

© SZ vom 21.02.2020
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