Premiere von „Abschied“ im ResidenztheaterEin Solo über die Liebe auf Zeit

Lesezeit: 2 Min.

Ein Hauch von Geschichte: Moritz Treuenfels bespielt mit „Abschied“ nach dem Roman von Sebastian Haffner allein die große Vorbühne des Residenztheaters.
Ein Hauch von Geschichte: Moritz Treuenfels bespielt mit „Abschied“ nach dem Roman von Sebastian Haffner allein die große Vorbühne des Residenztheaters.
Sandra Then

In seinem frühen Werk „Abschied“ erzählt Sebastian Haffner von einer jungen Liebe in Paris Anfang der Dreißigerjahre. Am Residenztheater ist der Text nun als Solo mit dem souveränen Moritz Treuenfels zu sehen.

Kritik von Yvonne Poppek

SZ bei Google bevorzugen

Da sitzt er nun am Flügel, im kalt-grauen Licht eines Durchgangsorts, und will nicht weg aus Paris. Erst recht nicht zurück ins winterliche Berlin, wo er von Montag an wieder als Referendar am Gericht herumlungern muss. Also zündet er sich eine Zigarette an, eine zweite, ein dritte, filterlose Gitanes rouges, und zählt die Stunden runter, bis er doch Abschied nehmen muss. Kurz vor der Abfahrt seines Zuges erfasst ihn eine Euphorie, so als gäbe es noch eine ganz lange, herrliche, ungestörte Zeit. Zeit mit Teddy. Doch sie wird er zurücklassen müssen in diesem fiebrigen Paris zu Beginn der 1930-Jahre. Und er, Raimund Pretzel, muss weg.

Zur SZ-Startseite

Premiere am Bayerischen Staatsschauspiel
:„Marat / Sade“ als Rausch der Revolution

Claudia Bossard inszeniert „Marat / Sade“ von Peter Weiss im Marstall. Eine wild gemischte Gruppe streitet darin um den Sinn, die Welt zu verbessern. Das ist so irre wie irre gut.

SZ PlusKritik von Yvonne Poppek

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: