Premiere am Bayerischen Staatsschauspiel„Marat / Sade“ als Rausch der Revolution

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Revolution ist ein blutiges Geschäft: Lukas Rüppel (rechts) in der Rolle des Marat wird ermordet unter der Anleitung des Ausrufers von Nicola Mastroberardino (links) und Regisseur de Sade (Steven Scharf).
Revolution ist ein blutiges Geschäft: Lukas Rüppel (rechts) in der Rolle des Marat wird ermordet unter der Anleitung des Ausrufers von Nicola Mastroberardino (links) und Regisseur de Sade (Steven Scharf). Sandra Then

Claudia Bossard inszeniert „Marat / Sade“ von Peter Weiss im Marstall. Eine wild gemischte Gruppe streitet darin um den Sinn, die Welt zu verbessern. Das ist so irre wie irre gut.

Kritik von Yvonne Poppek, München

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Es ist das Jahr 1789, in dem nichts weniger als alles beginnt. Die Französische Revolution, die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, sie sind der Ausgangspunkt. Und so werden ganz zart, wie verblasste Erinnerungen, anfangs die Worte von Artikel eins hörbar: „Die Menschen sind und bleiben von Geburt frei und gleich an Rechten.“ Es ist ein Satz von großer Schönheit und Klarheit, und doch wabert in dieser dunstigen, heruntergekommenen Atmosphäre die Frage schon mit: Ist er denn überhaupt wahr in dieser Welt?

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Lange wurde um die Sanierung des Hämer-Baus gestritten. Nun ist es zu spät. Bayerns fünftgrößter Stadt fehlt das Geld. Bald sperrt das markante Gebäude an der Donau zu. Was bleibt, sind kleinere Spielstätten und ein riesiger Leerstand. Muss das sein?

SZ PlusVon Yvonne Poppek

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