Mit einem ohrenbetäubenden Knall fällt die kleine Stube in sich zusammen. Doch nicht nur die Holzbalken, die eben noch den schlichten, schwarz-weißen Familienkosmos der andalusischen Fischers-Witwe zusammenhielten, krachen effektvoll ein. Auch die Werte, Träume und Illusionen der kriegsmüden Frau Carrar werden zerstört.
Marstall-Theaterabend: „Die Gewehre der Frau Carrar / Würgendes Blei“Frieden schaffen mit Waffen
Lesezeit: 2 Min.

Wenn alle Werte ins Wanken geraten: Brechts „Die Gewehre der Frau Carrar“ und die Fortschreibung „Würgendes Blei“ von Björn SC Deigner führen eindrucksvoll vor, was Krieg bedeutet.
Kritik von Anna Steinbauer, München

Klassenzimmerstück des Residenztheaters:Geschichtsunterricht, der zu Tränen rührt
„Der wiedergefundene Freund“ von Fred Uhlman erzählt von einem 16-jährigen Juden und einem gleichaltrigen Nazi in den Dreißigerjahren. Autorin Lena Gorelik hat den Text teils in die Gegenwart verlegt. Die Produktion des Residenztheaters tourt nun durch die Schulen – gut so.
Lesen Sie mehr zum Thema