Ein Rentner aus Pasing ist von einer Betrügerin im Laufe von zehn Jahren um einen fünfstelligen Geldbetrag gebracht worden. Durch einen umsichtigen Bankangestellten wurde die Polizei über den Fall informiert. Die Beamten konnten den Mann letztlich davon überzeugen, dass er einer Betrügerin aufgesessen war.
Beim sogenannten Love-Scamming täuschen die Täter ihren Opfern auf Internet-Portalen und -Diensten eine Liebesbeziehung vor. Wenn eine emotionale Bindung aufgebaut wurde, tauchen beim Täter plötzlich finanzielle Probleme auf. Die Geschädigten zahlen dann oftmals große Beträge im Glauben an die Liebe des Gegenübers.
So war es auch im Fall des 76-jährigen Mannes aus Pasing. Er hatte im Jahr 2016 über Facebook und Whatsapp eine damals angeblich 36-jährige Frau kennengelernt. Auch danach hatten sie ausschließlich über soziale Medien Kontakt. Die Frau nannte sich Teresa, lebte angeblich mal in Litauen, mal in Moskau, mal war sie in den USA geboren.
Der Mann überließ ihr innerhalb von zehn Jahren einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die Übermittlung geschah meist in Form von Geschenk-Gutscheinen von Drogeriemärkten. Der Mann kaufte sie und übermittelte die Nummerncodes an die Frau.
Als er am Dienstag bei seiner Bank erneut einen größeren Betrag abheben wollte, schöpfte der Bankangestellte Verdacht und verständigte die Polizei. Die konnte den Mann zwar aufklären, ihm allerdings keine Hoffnung machen, dass er sein Geld jemals wiedersehen wird.

