Verkehr zu Ferienbeginn:"Es wird wieder voll"

Verkehr zu Ferienbeginn: Stau auf der A 99 - das dürfte vielen Autofahrern wieder drohen, wenn nun die Ferien beginnen.

Stau auf der A 99 - das dürfte vielen Autofahrern wieder drohen, wenn nun die Ferien beginnen.

(Foto: Claus Schunk)

Die Sommerferien starten: Flughäfen, Bahnsteige und vor allem Straßen füllen sich mit Reisenden. Was beim Reisestart in München zu beachten ist.

Von Sophia Oberhuber

Leere Klassen, volle Züge, volle Straßen: Zum Start der Sommerferien an diesem Donnerstag rechnen Deutsche Bahn, ADAC und auch der Münchner Flughafen mit reichlich Betrieb. Trotz steigender Inzidenz-Zahlen in vielen Urlaubsregionen dürfte es viele Reisende in den Süden ziehen. "Es wird wieder voll", sagte Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern, am Dienstag.

Bereits an den ersten Wochenenden der Sommerferien in anderen Bundesländern habe man deutschlandweit rund 16 700 Staumeldungen gehabt - etwa 3700 mehr als 2019, im Jahr vor der Pandemie, so Kreipl. Wichtiger Treiber sei das veränderte Reiseverhalten: Die Menschen würden wieder häufiger mit dem Auto reisen, auch um nicht fliegen zu müssen. Wenn jetzt auch in Bayern die Sommerferien beginnen, könnte es zu mehr Staus als vor Corona kommen, schätzt der Experte.

Wer rund um München unterwegs sei, auf der A 99 und der A 8 in Richtung Salzburg, der müsse sich wohl in die Autoschlange stellen. Die ersten Urlauber erwartet Kreipl bereits am Donnerstag, doch mit dem richtig großen Verkehrsaufkommen rechnet er eher am Freitag und Samstag. Hinzu kommen Baustellen, beispielsweise auf der A 9 Richtung Nürnberg und der A 95 Richtung Garmisch-Partenkirchen. Auch an den Pässen Richtung Österreich, am Tauern und am Brenner dürfte es eng werden.

Kreipl rät dazu, mit der Abfahrt auf Wochentage auszuweichen. Ansonsten sollten Reisende bei längeren Autofahrten möglichst früh losfahren. Wer nur an den Gardasee wolle, könne auch am späten Nachmittag abreisen und damit die schlimmsten Staus umgehen.

Wer ins Ausland möchte, muss die Einreisebestimmungen der jeweiligen Länder beachten. Auch wer lediglich mit dem Auto durch Österreich fährt, muss entweder geimpft, genesen oder getestet sein. Kontrolliert wird das stichprobenartig an den Grenzen.

"Der Autourlaub ist wieder sehr stark im Kommen", sagt Rudolf Vogler, ebenfalls vom ADAC. Viele der klassischen Urlaubsziele, die mit dem Flugzeug zu erreichen sind, kämpfen mit hohen Inzidenzen. Das eigene Auto mag da sicherer wirken.

Die Deutsche Bahn hat bereits Mitte Juni ihren Sommerfahrplan eingeführt. Das bedeutet mehr ICE-Züge und mehr Fahrten. Man erwartet - wie jedes Jahr - mehr Reisende von und nach München. In den Zügen müssen Masken getragen werden. Welche Art von Maske, das variiert von Bundesland zu Bundesland. In Bayern ist eine FFP2-Maske Pflicht.

Auch am Münchner Flughafen bereitet man sich auf den Ferienstart vor. Dort wird laut einem Sprecher zusätzliches Personal im Einsatz sein, um Reisende beim Schlangestehen auf die Abstandsregeln hinzuweisen. In Flugzeugen gilt Maskenpflicht. Knapp 1600 Starts und Landungen sind am Wochenende geplant. Im Vergleich zum ersten Ferienwochenende in 2020 hat sich die Zahl verdoppelt. Das Vor-Pandemie-Niveau ist aber noch nicht erreicht, dafür müssten noch einmal doppelt so viele Flugzeuge starten und landen. Was gleich geblieben ist - trotz steigender Inzidenz im dreistelligen Bereich: Am häufigsten angeflogen wird die Lieblingsinsel der Deutschen, Mallorca.

© SZ vom 28.07.2021/wean, van
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