Der israelisch-deutsche Philosoph Omri Boehm tritt für die jüdisch-arabische Verständigung ein, er zeigt in Vorträgen seine Sichtweise auf die kriegerische Situation im Nahen Osten auf – und erntet damit immer wieder Kritik aus Israel. Am Montag, 16. Juni, ist er in Diskussionsreihe „München redet“, veranstaltet von der Süddeutschen Zeitung und dem Münchner Residenztheater, zu Gast. Mit Sonja Zekri, Kulturredakteurin der SZ, spricht er an diesem Abend über radikalen Universalismus, den Israel-Palästina-Konflikt und den Wandel der Erinnerungskultur.
Boehm tritt für einen binationalen jüdisch-palästinensischen Bundesstaat ein, eine Zweistaatenlösung hält er für ausgeschlossen. In seinen Augen könne nur die Gleichberechtigung aller Bürger den Konflikt zwischen Juden und Arabern beenden.

Exklusiv Befreiung des KZ Buchenwald:Das ist die Rede, die Omri Boehm nicht halten sollte
Warum das Gedenken keine lästige Pflicht der Gegenwart ist, sondern die Bedingung der Möglichkeit einer Zukunft. Zum 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.
Omri Boehm wurde 1979 in Haifa geboren. Der Enkel von Shoa-Überlebenden wuchs in Israel auf und studierte unter anderem an der Universität in Tel Aviv, promovierte an der Universität in Yale und arbeitete an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2010 lehrt er als Associate Professor Philosophie an der New Yorker School for Social Research. Im März 2024 erhielt er den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung für sein Buch „Radikaler Universalismus. Jenseits von Identität. Universalismus als rettende Alternative“.
Das Gespräch im Residenztheater wird in deutscher und englischer Sprache geführt (ohne Verdolmetschung). Tickets für die Veranstaltung sind über das Residenztheater buchbar.
Krieg und Menschlichkeit: Omri Boehm im Gespräch, Montag, 16. Juni, 19.30 Uhr, München, Residenztheater

