bedeckt München 22°

Polizei in München:Hakenkreuze und ein angedrohter Schuss

Mindestens vier Straftaten mit rassistischem oder rechtsextremem Hintergrund wurden seit vergangener Woche in München registriert. Nun ermittelt die Kriminalpolizei.

Seit Ende vergangener Woche hat die Polizei in München mindestens vier Straftaten mit rassistischem oder rechtsextremem Hintergrund registriert. Bereits am Donnerstag hatte ein Unbekannter am Agilolfingerplatz in Untergiesing mit der Hand eine Pistole geformt, auf einen Schwarzen gezielt und dabei Schussgeräusche gemacht. Inzwischen konnte ein 50-jähriger Schlosser als Tatverdächtiger ermittelt werden. Er war bereits mit Gewalt und Sachbeschädigungen in Erscheinung getreten.

Im Lehel entdeckten Anwohner am Samstag Hakenkreuze an der Eingangstür ihres Wohnhauses in der Oettingenstraße. Ebenfalls am Samstag wurde im U-Bahnhof Münchner Freiheit eine Frau dabei beobachtete, wie sie einen Fahrkartenautomat mit Hakenkreuzen beschmierte. Und als Polizisten am selben Abend eine Gruppe von Personen auf dem Viktualienmarkt auf die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes aufmerksam machten, antwortete ein 57-Jähriger mit dem Hitlergruß.

© SZ vom 03.06.2020 / anh/kafe
Denkmal für die Opfer des Attentats am OEZ in München

Jahresbericht
:Rechte Gewalt in aller Öffentlichkeit

Der Münchner Verein Before hat Opfern im vergangenen Jahr in 114 Fällen geholfen. Die Zahlen steigen, "die Hemmschwelle sinkt", sagen die Berater.

Von Martin Bernstein

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite