Polizei ermittelt gegen Duo:Rassistische Attacken in Giesing

Zwei polizeibekannte Kleinkriminelle haben mit fremdenfeindlichen Gewalttaten Aufsehen erregt. Nach der Entscheidung eines Ermittlungsrichters sind beide wieder auf freiem Fuß.

Zwei Kleinkriminelle, ein 28 Jahre alter Münchner und ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, haben ihre Tätigkeit allem Anschein nach auf staatsschutzrelevante Delikte erweitert - neuerdings ermittelt jedenfalls das für politisch motivierte Kriminalität von rechts zuständige Kommissariat 44 gegen sie. Die Männer hatten am vergangenen Donnerstag gegen 1.30 Uhr einen Ingenieur aus Indien in der Nähe von Chiemgau- und Scharfreiterstraße erst fremdenfeindlich und homophob beleidigt und anschließend mit Gewalt zu Boden gebracht. Als der Ingenieur flüchtete, verfolgten sie ihn bis an seinen nahen Wohnort; dort traktierten sie ihn im Treppenhaus weiter mit Faustschlägen und Tritten. Ein Nachbar verständigte die Polizei, die die beiden Tatverdächtigen noch in der Nähe festnahm.

Nach den ersten Ermittlungen wurden sie mit einer weiteren fremdenfeindlichen Tat in Verbindung gebracht, die sich drei Stunden vorher in der nahen Schwanseestraße ereignet hatte. Dort war ein Bulgare zunächst angepöbelt und dann unvermittelt ins Gesicht geschlagen worden. Auch in diesem Fall verlagerte sich die Auseinandersetzung in das Treppenhaus eines Wohnanwesens, wo Nachbarn aufmerksam wurden und zu Hilfe kamen. In diesem Fall konnten die Schläger noch entkommen. Beide saßen bereits wegen Gewalt- und Raubdelikten mehrmals in Haft. Nach der Entscheidung eines Ermittlungsrichters sind beide wieder auf freiem Fuß.

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