Seinen Führerschein ist der junge Mann erst einmal los. Wann er ihn zurückbekommt – und ob überhaupt – ist offen. Mit 200 Kilometern pro Stunde ist der 20-Jährige in der Nacht zum Montag nach Polizeiangaben durch den Brudermühltunnel am Mittleren Ring gerast. Dort ist Tempo 60 erlaubt. Dabei wurde er von der Polizei geblitzt.
Es war nicht das erste Mal, dass der Fahranfänger viel zu schnell unterwegs war. Deshalb war seine Probezeit bereits verlängert worden. Das schreckte ihn jedoch nicht ab und so startete der Mechaniker mit einem Firmen-BMW kurz nach ein Uhr zu einer weiteren Fahrt. Nach Hause musste er dann zu Fuß gehen. Die Behörden prüfen jetzt, ob er überhaupt die charakterliche Eignung besitzt, um sich wieder hinter das Lenkrad eines Autos zu setzen.
Außerdem blüht ihm ein Strafverfahren wegen des Verdachts, ein illegales Autorennen gefahren zu sein. Das kann man strafrechtlich gesehen auch allein ohne Kontrahenten tun – immer dann, wenn man „sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“. Geahndet werden kann das mit einer Geld- oder sogar einer Gefängnisstrafe.

