MünchenTödlicher Unfall auf dem Mittleren Ring – Rätsel um Ursache

Der Mittlere Ring musste am Freitagabend für drei Stunden gesperrt werden, ein massiver Rückstau bildete sich.
Der Mittlere Ring musste am Freitagabend für drei Stunden gesperrt werden, ein massiver Rückstau bildete sich. Friso Gentsch/dpa

Ein Mann fährt mit seinem Wagen auf andere Autos auf, ein 26-Jähriger stirbt. Auf Alkohol und Drogen gibt es keine Hinweise. Kann eine Dashcam den Hergang aufklären?

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Ein 26 Jahre alter Mann ist am Freitagabend nach einem schweren Unfall auf dem Mittleren Ring in München gestorben. Ein 47-Jähriger war laut Polizei an der Chiemgaustraße unweit des Autobahnendes der A8 auf drei Autos aufgefahren. Eines habe er vor sich her geschoben, ehe es nach links von der Fahrbahn geschleudert und gegen einen Lichtmast geprallt sei, wie eine Sprecherin am Samstag sagte.

Der 27 Jahre alte Fahrer sei schwer verletzt mit einer Beckenfraktur und Verletzungen im Thoraxbereich in eine Klinik gebracht worden, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Sein 26-jähriger Beifahrer sei so schwer verletzt worden, dass er an der Unfallstelle reanimiert werden musste. Er starb später im Krankenhaus.

Der mutmaßliche Unfallfahrer habe noch ein weiteres Auto gerammt. Danach sei er nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und frontal gegen einen Lichtmast geprallt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Dabei zog er sich multiple Prellungen und ein Schleudertrauma zu. Der 25-jährige Fahrer des ersten gerammten Autos zog sich ein Halswirbelschleudertrauma zu. Der 32-jährige Fahrer des letzten beteiligten Wagens blieb unverletzt.

Warum der 47-jährige Münchner auf die Autos auffuhr, ermittelt derzeit die Polizei. Hinweise auf Alkohol oder andere Rauschmittel gibt es bislang ebenso wenig wie solche auf gesundheitliche Probleme oder Zeugen, die eine überhöhte Geschwindigkeit bestätigen könnten. Im Wagen des Fahrers sei jedoch eine Dashcam sichergestellt worden, wie ein Sprecher sagte. Ob sie den Unfallhergang aufgezeichnet hat, werden weitere Ermittlungen ergeben.

Der Mittlere Ring musste den Angaben zufolge für drei Stunden gesperrt werden, ein massiver Rückstau bildete sich.

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