Eine fünfköpfige Gruppe ist mit ihrem Schlauchboot in der Isar vor einem Wehr in Pullach bei München gekentert. Die Gruppe hatte eigenen Angaben zufolge ein Warnschild übersehen, das auf die lebensgefährliche Situation hinwies, wie die Polizei mitteilte. Bevor das Boot das Wehr hinunterfiel und in die Wasserwalze gezogen wurde, hatten die fünf das Boot verlassen können und waren ans Ufer geschwommen.
Drei der Insassen im Alter von 40, 35 und 33 Jahren waren laut Polizei alkoholisiert. Sie hatten rund ein Promille, wie ein Polizeisprecher ausführte. Auf der Isar gelte laut der Bootsverordnung – wie im Straßenverkehr – eine Obergrenze von 0,5 Promille. Auf die drei komme nun ein Bußgeld von bis zu 5000 Euro zu. Zudem könne ihnen auch der Führerschein entzogen werden. Darüber muss die Fahrerlaubnisbehörde des Landkreises München entscheiden.
Ein Zeuge hatte beobachtet, wie sich das Schlauchboot am Sonntag auf das Wehr südlich der Großhesseloher Brücke zubewegte, und den Notruf gewählt. Feuerwehr und Wasserrettung bargen das Schlauchboot aus der Wasserwalze unterhalb des Wehres. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Man könne von Glück reden, dass nicht mehr passiert sei, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Alle fünf Insassen des Boots kassierten eine Anzeige wegen des unerlaubten Bootsfahrens auf der Isar.

